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Spencer/Hill-Fantreffen 2015

Es ist September und damit nähert sich auch die dreizehnte Auflage des jährlichen Spencer/Hill-Fantreffens. Der Standort ist auch in diesem Jahr wieder die Westernstadt El Dorado in Templin, in der wir schon im letzten Jahr zu Gast waren. Der offizielle Start des Treffens ist erst am Freitag, den 4. September, wir aber machen uns schon am Donnerstag auf den Weg in die Westernstadt. Nur drei Tage Fantreffen ist einfach nicht genug.

Donnerstag, 3. September

Unser Zug fährt erst mittags und so können wir noch einmal ausschlafen, bevor es losgeht. Wir verlassen das Haus gegen 11 Uhr und machen uns bei bestem Wetter auf dem Weg zum Bremer Hauptbahnhof. Um 12:09 Uhr geht es dann im InterCity weiter, zunächst nach Hannover, dann ebenfalls per InterCity weiter nach Berlin. In Berlin wächst unsere Reisegruppe dann schon auf fünf Personen an. Zu uns gesellen sich am Berliner Hauptbahnhof Jorgo und Matthias. In zunächst überfüllten Regionalzügen geht es dann über Oranienburg weiter nach Templin, wo wir gegen 17:25 Uhr ankommen. Im nahegelegenen Supermarkt füllen Dennis und Yvonne unsere Getränkevorräte für das Wochenende auf, während Matthias erfolgreich eine Großraumtaxe organisiert. Mit dieser geht dann weiter in die ca. acht Kilometer vom Bahnhof gelegene Westernstadt. Auf dem Parkplatz warten dann auch schon Florian und Anika auf uns. Wir melden uns an und treffen dann in der Westernstadt auch direkt schon auf Cheforganisator Micha und seinen Bruder, die hier in Westernkluft ein Musikvideo drehen. Nach kurzer Begrüßung geht es weiter zu unseren Ranchhaus, wo auch schon Christian und Sven auf uns warten. Die Donnerstagsmannschaft ist damit komplett. Es wird kurz das erste Gepäck verstaut, bevor es dann zum Abendessen in die „Beaver Lodge“ geht, dessen Grill extra für die früh kommenden Gäste geöffnet wurde. Nach erfolgreicher Bekämpfung des Hungers trennt sich die Gruppe. Für uns steht jetzt der Aufbau der Spencer/Hill-Ausstellung auf dem Programm. Das „Erdmandanhaus“ der Westernstadt ist dafür schon soweit vorbereitet. Die Vitrinen des Ausstellungsraums sind leer und so können wir uns direkt an die Arbeit machen. Trotz dem alles gut vorbereitet ist, sind wir gute drei Stunden mit dem Aufbau beschäftigt. Dann aber ist unser Werk getan und wir können zum gemütlichen Teil des Abends übergehen. In unserem Ranchhaus wird bis früh am nächsten Morgen feuchtfröhlich das Wiedersehen gefeiert. Mit an Bord sind Florian, Anika, Christian, Sven, Matthias, Micha, Stefan, Jorgo, Dennis, Yvonne und Eric.

Freitag, 4. September

Der Freitag beginnt nach nur drei Stunden Schlaf sehr früh. Das Ziel des ersten morgendlichen Streifzugs durch die Westernstadt ist die Übergabe einer CD mit Audiosprüchen an Benjamin von der Westernstadt. Dabei begegne ich auf der Mainstreet Giovanni, ein Mitglied der italienischen Dune Buggy Band, die heute Abend erstmals auf dem Fantreffen spielt. Wir kommen ins Gespräch und kurze Zeit später lernen wir dann auch den Rest der Band kennen. Vor deren Ranchhaus plaudern wir ein wenig miteinander und erwerben direkt auch mal Band-Shirts und eine CD der Band. Erst danach gibt es bei uns auf der Terrasse so etwas wie Frühstück. Auf der Terrasse bleiben wir dann auch erst einmal sitzen und begrüßen dort im Laufe des Tages viele anreisende Fans, die wir im Laufe der vergangenen Jahre kennen gelernt und schätzen gelernt haben. So vergeht die Zeit wie im Fluge. Am späten Nachmittag zieht es uns dann in den Saloon, wo wir zu Abend essen wollen. Während des Wartens dort wächst unsere Gruppe immer weiter an, wie es sich auf so einem Fantreffen auch gehört. Ab 18 Uhr steht dann der erste offizielle Programmpunkt auf dem Plan, das Bullenreiten. Wir selbst lassen von dem Bullen zwar die Finger, beobachten aber amüsiert die Versuche der anderen. Auf das Siegerpodest schafft es von uns zwar keiner, aber Spaß haben wir dennoch. Während in der Dance Hall ab 19 Uhr „Der Supercop“ als erster Film des Fantreffens läuft quatschen wir auf der Mainstreet weiter mit ständig neu anreisenden Fans. So vergeht die Zeit und es wird 21 Uhr. Wir begeben uns in die Dance Hall , wo nun die Siegerehrung des Bullenreitwettbewerbs stattfindet. Wir warten allerdings auf den Beginn des heutigen Konzerts der Dune Buggy Band auf deren Auftritt wir alle sehr gespannt sind. Um 21:30 Uhr geht es endlich los und die Band weiß die Menge mit einer Mischung aus Spencer/Hill-Soundtracks und Show-Einlagen sofort zu begeistern. Die Stimmung ist großartig und die Band begeistert sowohl als Trinity, als Sandokan oder auch in Polizeiuniformen. Das Highlight bildet dann allerdings der Feuerwehrchor aus „Zwei wie Pech und Schwefel“. Im Publikum werden Notenblätter verteilt und von der Bühne aus versucht ein verstörter Dirigent den ganzen Haufen unter Kontrolle zu bringen, sehr amüsant! Nach dem tollen Konzert lassen wir den Abend dann wieder in einem Ranchhaus ausklingen, dieses Mal in dem vom Christian, Sven, Heiner und Claudia. Hier haben wir dann auch die Gelegenheit der Band direkt noch für das tolle Konzert zu danken, denn sie gesellt sich später am Abend auch noch für einen Absacker zu uns. So wird es auch heute wieder sehr spät.

Samstag, 5. September

Auch am Samstag ist an Ausschlafen leider nicht zu denken. Schuld daran ist unter anderem die Generalprobe des Stuntteams für die Spencer/Hill-Stuntshow am Abend die lautstark direkt neben unseren Hütten stattfindet. Viel länger hätten wir aber ohnehin nicht schlafen können, denn ab 11 Uhr soll an diesem Tag die Ausstellung eröffnet werden und wir müssen zuvor noch in den Saal um die Werbespots in einer der Vitrinen zu starten. Mit Freunde erleben wir dabei, dass sich viele Fans die Ausstellung anschauen und sich dabei auch Zeit nehmen und Interesse an den einzelnen Exponaten zeigen. Da hat sich die wochenlange Vorbereitung doch gelohnt. Nach Eröffnung der Ausstellung machen wir uns auf die Suche nach Frühstück. Wir haben Appetit auf Bohnen, doch im Saloon gibt es um diese Zeit leider noch keine. Stattdessen treffen wir aber auf den Eiswagen, der gerade den Verkauf aufnehmen will. So kommen wir in den Genuss des ersten Pistazieneis des Tages. Auf der Mainstreet treffen wir dann Sebastian und gemeinsam versuchen wir dann unser Glück in der „Beaver Lodge“, wo wir unsere Bohnen dann auch bekommen. Leckere Bohnen und ein angenehmes Gespräch später geht es dann auf die Mainstreet zurück. Die offizielle Begrüßung um 13 Uhr nähert sich und wir machen auf der Mainstreet viele Fotos von vielen toll kostümierten Fans. Die Stimmung ist toll und es entstehen viele nette Gespräche mit anderen Fans. Um 13 Uhr geht es dann in die Dance Hall, wo zuerst mit etwas Startschwierigkeiten eine Jury für den Kostümwettbewerb gebildet wird. Anschließend stellen sich unter dem großen Applaus des Publikums die Teilnehmer des Wettbewerbs vor, bevor die Spencer Hill Magic Band aus Ungarn zur Einstimmung schon einmal drei Songs zum Besten gibt. Die Band treffen wir dann kurze Zeit später auf der Mainstreet wieder. Wir machen ein paar Bilder und unterhalten uns etwas mit dem Jungs, während auf der „El Dorado Ranch“ die Stuntshow des normalen Westernbetriebs der Westernstadt läuft. Auch während der anschließenden Filmvorführung von „Zwei außer Rand und Band“ bleiben wir draußen. Wir diskutieren mit Micha und dem Chef der Westernstadt den Wunsch der Band das im ursprünglichen Ablaufplan durch eine Filmvorführung zweigeteilte Abendkonzert zu vereinen und finden schließlich auch eine Lösung für das Problem. Anschließend hören wir auf der Mainstreet noch einmal der Dune Buggy Band zu, die dort spontan noch ein paar Songs zum Besten gibt. Jetzt haben wir langsam wieder etwas Hunger und suchen gemeinsam mit Michael die mexikanische Cantina der Westernstadt auf, wo wir uns eine wenig mexikanische Currywurst mit Pommes gönnen. Nach dem Essen geht es auf der Mainstreet mit der Siegerehrung des Kostümwettbewerbs weiter. Das Ergebnis der Jury und das Ergebnis der Präsentation liegen dann zum Erstaunen aller etwas auseinander, was im Nachhinein für einige Diskussionen sorgt. Während die Jury sich auf einen Gewinner in den Kategorien „Bestes männliches Kostüm“, „Bestes weibliches Kostüm“ und „Bestes Gruppenkostüm“ geeinigt hat, wurden auf der Mainstreet plötzlich doch ein gesamter erster, zweiter und dritter Platz vergeben. Es sollte nicht die einzige Merkwürdigkeit bleiben. Zunächst aber geht es mit dem Chili-Essen weiter. Wie aus den letzten Jahren schon gewohnt führt die Band die Fans in einer Polonaise zu den Klängen von „What’s going on in Brazil?“ zum Essen. Anschließend probieren wir auch das diesjährige Chili ohne es zu bereuen. Im Anschluss gönnen wir uns eine kurze Getränkepause im Ranchhaus, bevor dann die Spencer/Hill-Stuntshow auf dem Programm steht. Diese startet um 18 Uhr und übertrifft die tolle Show des letztens Jahres noch einmal. Zu den Originaldialogen von „Vier Fäuste für ein Halleluja“ werden einige Szenen des Filmes von den Stuntleuten nachgespielt, endend in einer furiosen Endschlägerei. Das Publikum kommt voll auf seine Kosten, die Stimmung ist famos und alle sind begeistert. Nach der Stuntshow folgt das obligatorische Bierchen- und Würstchen-Wettessen auf der Mainstreet. Wir schenken uns das und setzen stattdessen unsere Getränkepause von vor der Stuntshow fort. So müssen wir uns das Ergebnis des unwürdigen Wettbewerbs anschließend erzählen lassen. Dass sich Leute bei diesem Ritual übergeben kannten wir ja schon, aber dass die Teilnehmer nun in einem Stechen auch noch harten Alkohol in großen Mengen auf Zeit in sich reinschütten sollen ist auch für uns neu. Als Konsequenz daraus gibt es kurze Zeit später dann auch den ersten Notarzteinsatz der Fantreffengeschichte. Die Siegerurkunde wird sich der betroffene Teilnehmer sicher einrahmen lassen. Unterdessen läuft in der Dance Hall mit „Zwei bärenstarke Typen“ auch schon der dritte und somit letzte Film des diesjährigen Fantreffens. Wir betreten die Dance Hall aber erst wieder um 21:30 Uhr zum Beginn des großen Abendkonzerts mit der Spencer Hill Magic Band, welches für viele Fans schon seit Jahren das Highlight eines jeden Fantreffens darstellt. Dementsprechend freuen wir und die anderen Fans sich auch darauf und dementsprechend groß ist auch die Irritation als plötzlich vor der Bühne zwei Tische mit Tanzstangen aufgebaut werden und zwei spärlich bekleidete junge Damen die Stimmung mit „erotischen Tanzeinlangen“ einheizen wollen. Die Stimmung droht allerdings angesichts dieser billigen, unwürdigen und schlicht peinlichen Aktion zu kippen. Viele Fans verlassen die Tanzfläche, es gibt Buhrufe und die arme Band weiß gar nicht was da plötzlich um sie herum geschieht. Wir machen unseren Unmut beim Chef der Westernstadt deutlich und zum Glück erkennt man sehr schnell, dass diese Gogo-Girl Nummer eine schrecklich schlechte Idee gewesen ist. So werden glücklicherweise nur drei Songs der Band durch diese Nummer in Mitleidenschaft gezogen und das Konzert kann dann endlich richtig starten. Die Stimmung schlägt auch sofort wieder in Begeisterung um und es folgen gute zweieinhalb Stunden bester Unterhaltung. Dementsprechend gut ist die Stimmung im Anschluss des Konzertes dann auch bei uns. Wir bleiben erst noch eine Weile vor der Dance Hall auf der Mainstreet bis es uns dort zu kalt wird. Es ist schon nach Mitternacht bevor wir auch den letzten Abend in ein Ranchhaus verlegen. Das ganze Wochenende steckt uns mittlerweile in den Knochen und so verabschiedet sich Yvonne schon mal ins Bett. Der Rest findet sich noch einmal zusammen und lässt den Abend bei Havana-Cola und selbstgemachten Rhabarberlikör ausklingen. So geht der letzten Abend schön und friedlich zu Ende.

Sonntag, 6. September

Nun ist also schon wieder Sonntag und alles neigt sich dem Ende zu. Wir stehen gegen 10 Uhr auf und beginnen damit im Ranchhaus klar Schiff zu machen. Anschließend decken wir auf der Terrasse noch einmal für ein schnelles Frühstück ein, bevor Jorgo schließlich das Signal zum Abbau der Ausstellung gibt, da er los möchte und noch ein Exponat aus einer der Vitrinen benötigt. So geht es direkt vom Frühstückstisch zum Abbau. Dank vieler helfender Hände (Schönen Dank an Manu, Michael, Mert und Umberto!) ist der Abbau in kurzer Zeit erledigt. Es folgt die unschöne Phase der Verabschiedungen, denn nach und nach verlassen uns nun alle. Wir beseitigen anschließend noch die Spuren des Frühstücks und packen danach unsere Sachen. Christian und Sven, Florian und Anika und Mert und Umberto sind anschließend so nett und nehmen uns im Auto mit nach Templin. Zuvor verabschieden wir uns auf der Mainstreet aber natürlich auch noch von Micha und Stefan und danken Micha für das erneut sehr gelungene Fantreffen. Am Bahnhof in Templin verabschieden wir uns dann auch von Christian, Sven, Mert, Umberto und Michael. Wir sind jetzt noch zu sechst und haben noch etwas Zeit bis zur Abfahrt unseres Zuges. So suchen wir uns in Templin noch ein Restaurant für ein Abschiedsessen. Im „Shanty“ lassen wir es uns schmecken und lassen das vergangene Wochenende noch einmal Revue passieren. Um 16:30 Uhr steht dann auch der Abschied von Florian und Anika bevor. Während die Beiden nun im Auto den Rückweg nach Hildesheim antreten setzen wir uns mit Matthias in den Zug. Über Oranienburg geht es zurück nach Berlin. Hier verabschieden wir uns im örtlichen McDonalds auch von Matthias, der von hier per Fernreisebus nach Leipzig weiter fährt. Wir bleiben dagegen bei der Bahn, leider muss man fast sagen, denn die bereitet uns sogleich eine unschöne Überraschung. Ohne Angabe von Gründen wird unser Zug aus Berlin heute nämlich nicht bis Bremen sondern nur bis Hannover fahren. So steht uns in Hannover nun noch eine 40minütige Pause und die Weiterfahrt in einem Regionalexpress bevor. Das drückt die Stimmung natürlich. Den Bremer Hauptbahnhof erreichen wir so erst eine Stunde später als geplant. Um 00:30 Uhr sind dann aber auch wir wieder zu Hause und fallen fast umgehend ins Bett.

Fazit

Dies war nun also das dreizehnte offizielle Fantreffen, bei den letzten zwölf waren wir dabei. Dazu gab es in der Zwischenzeit noch vier inoffizielle Ableger, da könnte man auf die Idee kommen, dass die Veranstaltung langsam seinen Reiz verliert. Dem ist aber nicht so. Nachdem es im letzten Jahr einige Enttäuschungen gab, hat man auf die Kritik der Fans in diesem Jahr gut reagiert und vieles besser gemacht. Ein echtes Highlight war natürlich die Verpflichtung der zweiten Live Band. Die Dune Buggy Band schlug ein wie eine Bombe und darf sehr gerne wieder kommen. Große Pluspunkte waren zudem natürlich auch wieder die Spencer Hill Magic Band, die wirklich tolle Spencer/Hill-Stuntshow und die vielen verrückten Fans in ihren Kostümen. Im Wesentlichen liegt der Reiz des Treffens für uns aber darin so viele Menschen wieder zu treffen, die wir nun schon seit mehreren Jahren kennen und mit denen wir schon viel Spaß hatten und sicher auch in Zukunft haben werden. Daher werden wir sicher auch im nächsten Jahr dabei sein.

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