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Auf den Spuren Terence Hills in Spoleto

Nachdem wir im Juni letzten Jahres auf unserer Reise nach Südtirol unser Ziel Terence Hill kurz zu treffen und ein gemeinsames Foto zu machen nicht erreichen konnten, haben wir beschlossen es in diesem Jahr erneut zu versuchen. Dieses Mal ist unser Ziel allerdings nicht Südtirol, sondern die etwa 130 Kilometer nördlich von Rom gelegene kleine idyllische Stadt Spoleto in der Region Umbrien. Hier dreht Terence Hill derzeit die bereits neunte Staffel der italienischen Erfolgsserie Don Matteo und im Zuge dieser Dreharbeiten hoffen wir nun endlich Terence Hill zu treffen und ein gemeinsames Foto zu bekommen.

Sonntag, 29. September

Da Umbrien doch eine ganze Ecke weiter entfernt ist als Südtirol ist dieses Mal leider eine Zwischenübernachtung nötig. Unser erstes Ziel der Reise ist also noch nicht Spoleto, sondern das Städtchen Linz in Oberösterreich. Von hier aus soll es am morgigen Montag in Tibors Auto weiter nach Spoleto gehen. Unsere Fahrt nach Linz beginnt in aller Frühe. Das Sparpreisangebot der Bahn sorgt dafür, dass wir schon um 4:19 Uhr am Bremer Hauptbahnhof in den Regionalexpress nach Hannover steigen. Zu so früher Stunde rechnen wir eigentlich nicht mit Komplikationen, aber da haben wir die Bahn unterschätzt, denn unser Zug fährt heute nicht bis Hannover, sondern wegen Gleisbauarbeiten nur bis nach Wunstorf. Von dort soll es dann per Schienenersatzverkehr weiter gehen. Das ist soweit auch alles in Ordnung, weil frühzeitig bekannt und eingeplant. Überhaupt nicht in Ordnung ist allerdings, dass der vorgesehene Bus in Wunstorf schon mal vor Ankunft des Zuges losgefahren ist ohne auf den Zug, für den er vorgesehen ist, zu warten. Wie man sich vorstellen kann sorgt diese Tatsache für eine etwas aufgeladene Stimmung bei den Reisenden. Da wir in Hannover einen Anschlusszug erwischen müssen, bleibt uns nun nichts anderes übrig als von Wunstorf nach Hannover mit einem Taxi zu fahren. Glücklicherweise gibt es vor Ort auch einen Taxistand mit freien Taxen. So schaffen wir es noch rechtzeitig nach Hannover. Unsere nächste Umsteigestation ist dann Würzburg, wo wir über eine Stunde Aufenthalt haben, die wir für ein kleines Frühstück im örtlichen McDonalds nutzen. Anschließend geht die Fahrt direkt weiter nach Linz, wo wir gegen 14:20 Uhr ankommen, ca. 30 Minuten später als geplant. Da es für uns aber erst am nächsten Tag weiter geht, macht uns diese Verspätung nichts aus. Wir machen uns auf dem Weg ins nahe gelegene Hotel "Zur Lokomotive" und checken ein. Obwohl wir nur zu dritt sind, haben wir ein großes Vierbettzimmer bekommen. Sonderlich modern ist das Hotel zwar nicht, aber ordentlich. Wir sind zufrieden und machen uns wieder auf dem Weg zum Hauptbahnhof, wo wir für 15 Uhr mit Norbert verabredet sind. Norbert ist ebenfalls Spencer/Hill-Fan, leidenschaftlicher Sammler, wohnt in der Nähe von Linz und ist pünktlicher als die Bahn. Wir setzen uns in ein Restaurant im Bahnhof und essen erst einmal eine Kleinigkeit. Während wir uns auf das gute alte Zigeunerschnitzel festlegen, kann Yvonne nicht widerstehen den ebenfalls auf der Speisekarte stehenden Zwiebelrostbraten zu probieren, denn wie man als Terence Hill Fan weiß, gehört eben jeder Zwiebelrostbraten zu den Leibspeisen Hills. Der Braten ist dann auch sehr lecker und wir nehmen diese Begebenheit als positives Zeichen für unser Vorhaben Terence Hill zu treffen. Nach dem Essen machen wir uns mit Norbert auf den Weg in die Linzer Innenstadt, wo wir ein wenig bummeln gehen und erste Souvenirs erwerben. Norbert erzählt uns bei der Gelegenheit, dass derzeit auf der anderen Donauseite ein kleiner Jahrmarkt aufgebaut ist, der sogenannte Urfahraner Markt. Dieser wird sogleich unser nächstes Ziel. Auf dem Markt entdecken wir an einer Getränkebude einen Hinweis auf ein Getränk namens "Flying Hirsch". Lustigerweise hat uns unsere Nachbarin erst in letzter Woche von diesen Getränk berichtet, das sie in ihrem Urlaub kennen gelernt hatte. Wir nutzen also die Gelegenheit dieses Getränk nun ebenfalls kennen zu lernen. Es handelt sich dabei um ein schmales Long-Drink-Glas, in dem ein Flachmann Jägermeister serviert wird, allerdings inklusive der Flasche. Die Flasche steht dabei bis zur Hälfte in Energy-Drink. Beim Trinken aus dem Glas vermischen sich dann die Getränke und das schmeckt dann sogar einigermaßen. Man lernt ja nie aus. Nach dieser Erfahrung muss sich Norbert leider schon wieder von uns verabschieden, da er noch etwas zu tun hat. So gehen wir zu dritt weiter über den Markt, wo uns viele Stände auffallen, an denen der Schaumrollenkönig Guschlbauer seine offenbar berühmten Schaumrollen anbietet. Da wir keine Ahnung haben, was es mit diesen Dingern auf sich hat, beschließen wir beim Verlassen des Marktes die Rollen mal zu probieren, doch statt drei handlicher kleiner Schaumrollen, bestellt Dennis gleich drei von den großen fetten Rollen, die unmöglich vor Ort zu essen sind. Wir heben uns die Dinger also für das Hotel auf, in das wir direkt nach Verlassen des Marktes auch zurück fahren. Es ist mittlerweile auch Abend und diesen lassen wir nun mit einem kleinen Bierchen und eben diesen Schaumrollen ausklingen. Das erweist sich allerdings als ziemliche Sauererei, zumindest wenn man kein Besteck zur Verfügung hat. Wir probieren es schließlich damit eine der Schaumrollen durch vorsichtiges Auseinandereissen aufzuteilen. Das gelingt auch irgendwie, allerdings erweist sich die Schaumfüllung als sehr klebrig, ähnlich wie die Füllung eines Negerkusses. Wie entscheiden uns daher es für den Abend bei der einen Schaumrolle zu belassen und die anderen beiden mit nach Italien zu nehmen.

Montag, 30. September

Wir beginnen unseren Tag mit einem Frühstück im Hotel. Das Frühstück ist im Preis inbegriffen und das Frühstücksbüffet kann sich auch sehr gut sehen lassen. Um 9 Uhr sind wir mit dem Frühstück durch, denn Tibor wollte versuchen es bis 9 Uhr nach Linz zu schaffen. Ursprünglich sollte er ja ohnehin schon in Linz sein, weswegen wir überhaupt erst auf Linz als Übernachtungsstation gekommen sind, aber der Plan hatte sich kurzfristig geändert. Nun ist es also 9 Uhr, aber von Tibor ist noch nichts zu sehen. Noch ist das allerdings nicht weiter problematisch, da wir Michael erst um 13:30 Uhr in Villach abholen können und wir dies auch noch schaffen, wenn wir erst um 10 Uhr los kommen. Trotzdem fragen wir per SMS schon mal bei Tibor nach, wann er denn eintreffen wird. Es wird 10 Uhr und wir sind so schlau wie zuvor. Um 10:20 Uhr erreicht uns dann die Antwort auf unsere SMS. Tibor kommt erst um 11:50 Uhr. Für uns bedeutet dies zwei weitere Stunden in Linz warten, für Michael zwei zusätzliche Stunden auf dem Bahnhof Villach. Wir beschließen nicht weiter im Hotel rum zu sitzen, checken aus und machen uns auf dem Weg zum Linzer Bahnhof. Hier bummeln wir ein wenig durch die örtlichen Geschäfte und schlagen schließlich bei McDonalds mit Milchshakes, bzw. Kaffee die Zeit tot. Um 11:50 Uhr ist Tibor dann aber tatsächlich da. Wir begrüßen uns und starten die Fahrt in Richtung Italien. Um kurz nach 15 Uhr erreichen wir allerdings erst noch Villach, wo wir Michael am Bahnhof abholen und nebenbei feststellen, dass sich die durchaus komfortable Bahnhofstoilette großer Beliebtheit erfreut. In einem örtlichen Supermarkt versorgen sich Tibor und Yvonne noch mit etwas Proviant. Anschließend geht die Fahrt weiter, schließlich stehen uns noch einige Stunden bevor. In den Abendstunden passieren wir die Peroni-Brauerei in Padua. Für dieses Bier hat Terence Hill in seiner Jugend Werbung gemacht. Wir nehmen dies als weiteres gutes Zeichen. Wenig später beobachten wir bei Spencer/Hill-Musik den Sonnenuntergang. Im Dunkeln folgt dann unser erster Tankstopp in Italien. Wir decken uns mit Peroni-Bier für die Ankunft ein und Tibor und Michael kaufen ihre erste Spencer/Hill-DVD des Urlaubs. Die Fahrt geht anschließend problemlos weiter und so stehen wir schließlich um genau 23 Uhr vor dem Hotel Clarici in Spoleto. Wir checken ein, packen die nötigsten Sachen aus und trinken auf unsere Ankunft das mitgebrachte Peroni-Bier. Wir sind damit schon mal in der gleichen Stadt wie Terence Hill.

Dienstag, 1. Oktober

Wir beginnen auch den heutigen Tag mit einem Frühstück im Hotel. Das Frühstücksbüffet ist hier zwar nicht so üppig wie das in Linz, aber es ist in Ordnung. Die schon über Hotelerfahrung in Italien verfügenden Tibor und Michael sind schon froh, dass es hier überhaupt Salami und Käse gibt. Offenbar kann es auch passieren, dass es nur süßen Kram zum Frühstück gibt. Wir sind also nicht unzufrieden. Direkt nach dem Frühstück machen wir uns auf die uns noch unbekannte Stadt zu erkunden. Dabei stellen wir fest, dass das Hotel ziemlich weit unten liegt, der Rest der Stadt allerdings sehr hoch. Unser Weg durch die engen Gassen der Stadt führt also stets bergauf. Da wir aber eher gemütlich von Geschäft zu Geschäft spazieren ist das nicht so schlimm. So erreichen wir schließlich die Touristeninformation. Hier besorgen wir uns einen Stadtplan und erfahren auch wo heute gedreht wird. Wir werfen noch einen Blick in das antike Römische Theater und stehen wenig später auch schon direkt am Drehort. Gedreht wird aber leider in einem Innenhof, den wir nur durch ein offenes Tor aus einger Entfernung beobachten dürfen. Wir entdecken vorerst auch nur Nino Frassica und Simone Montedoro, die beiden anderen Hauptdarsteller der Serie, nicht aber Terence Hill selbst. So beobachten wir das Treiben eine Weile, machen uns dann aber weiter auf dem Weg zum Dom. Hier ist allerdings noch gar nichts los und so beschließen wir zum Set zurück zu gehen. Auf der Treppe zum Domplatz kommt uns Marcus mit seiner Freundin Amelie und Terence' Ehefrau Lori entgehen. Marcus stellt uns kurz vor, wir geben Lori die Hand und gehen anschließend wieder getrennte Wege. Marcus gibt uns allerdings noch den Hinweis um 14 Uhr im Café "Tric Trac" zu sein, da dort die Crew zu Mittagessen wird. Wir gehen aber zuerst noch zurück ans Set und können nun auch das erste Mal Terence selbst in Aktion erleben. Im Innenhof wird eine Szene gedreht, in der er eine Frau entwaffnet. Viel mehr können wir leider nicht sehen, aber das ist schon mehr als uns in Südtirol vergönnt war. Um kurz vor 14 Uhr machen wir uns dann wieder auf den Weg zurück zum Dom und setzen uns ins besagte Café "Tric Trac". Hier beobachten wir die Ankunft der Crew und auch Terence lässt sich kurz blicken. Er begrüsst seine Frau, die mit Marcus und Amelie ebenfalls im Café sitzt, hat aber keine Zeit zu bleiben. Er ißt auch nicht im Café, sondern in der gegenüberliegenden Kirche. Wir bleiben die Mittagspause über im Café, haben aber auch nach deren Ende kein Glück. Terence wird direkt bei der Kirche abgeholt und zurück ans Set gefahren. Wir gehen daraufhin auch zurück ans Set und sehen, wie sie die Szene des Vormittags zu Ende drehen. Damit ist man im Innenhof für heute fertig. Nun soll weiter oben am Aquädukt weiter gedreht werden. Terence verlässt also das Set und kommt dabei direkt an uns vorbei. Er winkt uns mit einem Gruß freundlich zu und ist im nächsten Moment auch schon wieder fort. Wir setzen unseren Stadtrundgang in Richtung der über der Stadt thronenden Festung fort und genießen bei bestem Wetter die Aussicht über die Stadt. Um die Festung herum führt eine Art Panoramarundgang über den wir schließlich auch das Aquädukt erreichen. Hier ist der Weg wegen der Dreharbeiten abgesperrt. Da wir von hier aus nichts sehen können, beschließen wir weiter über das Aquädukt zu gehen. Von der anderen Seite der Schlucht können wir dann das Set wieder sehen und beobachten wie Terence Hill mehrmals den Weg mit dem Fahrrad entlang fährt. Irgendwann wird uns das aber zu langweilig und so gehen wir über das Aquädukt wieder zurück. Da der Weg noch immer abgesperrt ist, gehen wir wieder um die Festung herum zurück in die Stadt. Hier treffen wir Marcus und Amelie, die die Dreharbeiten von der anderen Seite der Absperrung aus beobachtet haben. Marcus berichtet, dass Terence den nächsten Tag drehfrei und somit vielleicht Zeit für uns hat. So gehen wir also frohen Mutes zurück in Richtung Hotel, in dessen Nähe wir uns eine Pizzeria suchen. Wir werden schließlich fündig und obwohl der Laden nicht sonderlich einladend aussieht und die Bedienung alles andere als flott ist, schmeckt die Pizza ganz gut und ist auch noch günstig dabei. Von der Pizzeria führt uns der Weg am Hotel vorbei in eine Kneipe, wo wir noch etwas trinken wollen. Es ist eine Sportsbar, wo ein paar einheimische Neapel-Fans mit ansehen müssen, wie ihr Klub gegen Arsenal eine Pleite kassiert. Uns ist es egal, wir lassen uns erst das Bier, bzw. Aperol Spritz und anschließend noch einen Cuba Libre schmecken. Zwischenzeitlich erreicht uns die Nachricht des Unfalltodes von Giuliano Gemma, die uns alle etwas traurig stimmt. So trinken wir dann auch gleich noch einen auf Giuliano. Prost!

Mittwoch, 2. Oktober

Beim Frühstück erreicht uns die Nachricht, dass Terence heute zwar noch immer drehfrei hat, aber den ganzen Tag in irgendwelchen Produktionsgesprächen sitzen wird und wir somit kaum eine Chance haben werden ihn zu treffen. Das drückt natürlich unsere Stimmung etwas und keiner weiß nun so Recht etwas mit den Tag anzufangen. Im Raum steht ein Tagesausflug ins Nahe Assissi oder auch nach Gubbio, dem Drehort der ersten acht Don Matteo Staffeln. Bis wir uns zu irgendetwas durchringen können ist es allerdings schon Mittag und da Michael nun unbedingt trotzdem noch bei den Dreharbeiten vorbei schauen möchte, machen wir uns also alle wenig motiviert wieder auf den Weg in die Stadt. Dieses Mal benutzen wir für den Aufstieg allerdings ein paar Rolltreppen, die in Spoleto quasi als öffentliche Verkehrsmittel dienen. So erreichen wir dieses Mal ganz entspannt die Festung über der Stadt. Die Dreharbeiten finden heute vor einer Apotheke statt und offenbar sind auch nur Nebendarsteller darin involviert. Das ist alles wenig spannend und so verbringen wir den Nachmittag mit Eis essen und weiteren Besichtigungen. So schauen wir uns den Dom auch mal von innen an, machen Fotos von der Kirche, die in der Serie die neue Kirche von Don Matteo sein wird und treffen in einer Gasse Nino Frassica und seinen Schauspielerkollegen Pietro Pulcini, die wir erfolgreich um ein Foto bitten. So geht der Tag zwar auch vorüber, aber die Enttäuschung ist schon spürbar. Zum Abendessen geht es dieses Mal in einen englischen Pub. Hier beschließen wir es am nächsten Tag wieder zu versuchen, wenn auf einem in der Nähe Spoletos gelegenen Berg gedreht werden wird. Nur Tibor klingt sich aus, denn er hat am Donnerstag einen Termin in Rom, den er nicht verpassen möchte.

Donnerstag, 3. Oktober

Nachdem Tibor Spoleto schon am frühen Morgen in Richtung Rom verlassen hat, sitzen wir heute nur zu viert beim Frühstück. Mit Marcus hatten wir am Vorabend ausgemacht, dass er uns abholen und auf den nahegelegenen Berg fahren würde, da der Weg zu Fuß einfach nicht machbar ist. Leider kann aber auch dieser Plan nicht eingehalten werden, da Marcus kurzfristig andere Verpflichtungen hat. Wir haben allerdings Glück, da Tibor am Morgen mit dem Zug nach Rom gefahren ist und für Michael den Autoschlüssel da gelassen hat. So machen wir uns also alleine auf den Weg den Berg hinauf. Das Set ist auch schnell gefunden. Es wird an einer kleinen Kirche gedreht, die an der Straße zum Gipfel liegt. Als wir dort ankommen sind die Dreharbeiten schon im Gange und der Weg zum Set ist bereits abgesperrt. Da wir also nicht zuschauen können, setzen wir uns in die direkt neben der Kirche gelegene Pizzeria, genießen die tolle Aussicht auf die Stadt und warten auf die Mittagspause. Diese kommt dann auch und auf dem Weg zum Essen müssen alle Darsteller, darunter auch Terence an uns vorbei. Dieser hat aber schon wieder seine Assistentin im Schlepptau und hat somit wieder keine Zeit. Dafür können wir aber nach der Mittagspause wieder die Dreharbeiten beobachten. Und den dritten Tag in Folge treffen nun auch wieder auf Nino Frassica, der uns mittlerweile auch erkennt. Er läuft an uns vorbei und sagt laut zu der aufbauenden Crew, dass wir seine neuen Freunde seien und dass sie es mit uns zu tun bekämen, wenn jemand ihn ärgern würde. Anschließend spricht er noch kurz mit uns und ist erstaunt, dass wir extra aus Deutschland gekommen sind. Er fragt uns, ob wir die Serie und Terence Hill überhaupt kennen. Der Nino ist schon ein lustiger Typ :-) Gedreht wird hinter der Kirche eine typische Don Matteo-Szene. Der Capitano und der Maresciallo (Nino Frassica) der Carabinieri kommen müde und erschöpft einen Berg hoch, wo Don Matteo lässig am Baum gelehnt sie empfängt. Die Szene wird noch ein paar Mal wiederholt und aus verschiedenen Winkeln gedreht. Nach Ende der Szene ist der Dreh an der Kirche auch vorbei und der Tross zieht weiter in Richtung Gipfel, wo weitere Szenen gedreht werden sollen. Wir folgen der Crew, stellen auf dem Gipfel aber fest, dass Terence gar nicht mehr dabei ist. In den Szenen ganz oben wird er nicht gebraucht und so hat ihn sein Fahrer schon wieder zurück ins Hotel gefahren. So stehen wir nun da und beobachten weitere Szenen mit Nino Frassica und Kollegen und wieder macht sich Enttäuschung breit. Dann aber kommen Marcus und Amelie doch noch auf den Berg und gesellen sich zu uns. Marcus erzählt uns, dass Terence morgen den ganzen Tag auf dem Domplatz drehen wird. Er wolle selbst am Vormittag mit am Set sein und sei sich sicher, dass wir dann unsere Chance bekommen werden. So schauen wir alle noch ein wenig dem Treiben im "Zauberwald" auf dem Monteluco zu, bevor wir auf dem Berg noch schnell zu Abend essen. Anschließend verabschieden wir uns wieder von Marcus und Amelie und machen uns auf dem Weg zurück nach Spoleto. Hier ruhen wir uns kurz etwas im Hotel aus, bevor wir vier dann wieder in die Kneipe von Dienstag Abend gehen. Hier warten wir bei einem Tequila Sunrise und einem Bierchen auf Tibors Rückkehr aus Rom. Um kurz nach 22 Uhr ist unsere Gruppe dann wieder komplett und wir bringen uns gegenseitig auf dem neuesten Stand. Das Ergebnis: Tibor glaubt nicht daran, dass es mit Terence noch was wird und möchte daher den Freitag auch in Rom verbringen, der Rest aber beschließt am Freitag den nächsten und letzten Versuch zu starten. Da wir extra wegen Terence die Reise angetreten haben, werden wir so kurz vorm Ziel doch nicht aufgeben.

Freitag, 4. Oktober

Tibor ist auch heute wieder nicht da, als wir uns zum Frühstück treffen. Wir frühstücken also wieder zu viert und machen uns dann direkt auf dem Weg zum Domplatz, wofür wir wieder die Rolltreppen zu Hilfe nehmen. Am Ziel angekommen sehen wir, dass die Dreharbeiten schon im vollen Gange sind. Nachdem wir die ersten Minuten noch hinter der Absperrung warten müssen, lässt man uns schließlich durch und wir dürfen uns zum Zuschauen ins Café "Tric Trac" setzen. Das ist schon ganz nett. Lustig wird es als wir in das Café gehen um dort am Tresen etwas zu Trinken zu bestellen. Am Tisch direkt neben dem Tresen sitzt Nino Frassica, der uns lächelnd mit einen freudigen "Guten Morgen" begrüsst. Das steigert natürlich auch bei uns sofort die Laune. Mit dem Getränk in der Hand setzen wir uns auf die Terrasse des Cafés und beobachten von dort aus aus nächster Nähe die Dreharbeiten. Gedreht wird eine Szene, in der die Polizei zur Pfarrei Don Matteos kommt und dort einen Jungen abliefert, der direkt in Don Matteos Arme läuft. Es folgt ein kurzes Gespräch zwischen Don Matteo, den Eltern des Jungen und dem Maresciallo. Während wir den Dreharbeiten zuschauen, kommen auch Marcus und Amelie dazu. Marcus ist am Set schon bekannt und so können wir uns dort nun etwas freier bewegen. In einer kurzen Drehpause zwischen zwei Wiederholungen begrüsst Marcus dann auch Terence und als dann wenig später das Set für eine andere Einstellung umgebaut wird, schlägt schließlich unsere Stunde. Terence kommt zu Marcus und fragt ihn, ob er mit ihm im Café einen Orangensaft trinken möchte. Sie gehen also in das Café und sofort wird der Eingang von einem Absperrer zugestellt. Marcus winkt uns aber mit hinein. Wir begrüßen Terence Hill und übergeben unsere Geschenke. Als Erstes überreichen wir ihn eine selbsterstellte DVD-Box, die 37 seiner Filme beinhaltet, die er vor dem Jahr 1967 gedreht hat. Uns ist zuvor nämlich zu Ohren gekommen, dass er diese Filme seit damals selbst nicht mehr gesehen hat und auch gar keine Kopien davon besitzt. Über die Box freut er sich dann auch sehr. Anschließend überreichen wir ihn noch ein Fotobuch, welches Bilder von den vergangenen Spencer/Hill-Fantreffen zeigt. Er blättert sofort in dem Buch und kann sich ein Lachen beim Anblick der vielen Bohnen und Kostüme nicht verkneifen. Er kommentiert es mit "Ihr seid alle verrückt", aber es ist klar, dass es ihm gefällt. Zu guter Letzt bekommt er von uns noch das Märchen der Bremer Stadtmusikanten in italienischer Sprache geschenkt, worauf er uns erzählt, dass er wegen Gottschalk schon mal in Bremen war und ihm der Platz mit dem Rathaus und dem Roland gut gefallen hat. An der Stelle wird unser Gespräch dann leider aber auch schon wieder von Terence' Assistentin unterbrochen, da die Dreharbeiten weiter gehen und Terence nun wieder draußen gebraucht wird. Wir haben also noch immer keine Gelegenheit für ein Foto gehabt, sind aber nach dem zwar sehr kurzen, aber auch sehr netten Gespräch natürlich trotzdem glücklich, als wir Terence nach draußen folgen und weiter zu schauen. In einer weiteren kurzen Drehpause bitten wir zunächst mal Nino Frassica um ein gemeinsames Bild mit seinen neuen deutschen Freunden, was dieser auch gerne machen lässt, bevor wir dann auch die Chance bekommen das Bild mit Terence zu machen. Marcus nutzt eine weitere Umbaupause dazu sich bei Terence zu verabschieden und reicht ihn im Zuge dieser Verabschiedung auch unsere Bitte nach einen gemeinsamen Bild weiter, woraufhin sich Terence sofort an uns wendet und fragt, wie wir es machen wollen. So stellen wir uns mit der Kirche im Hintergrund auf und Marcus macht das von uns so sehnlich erwartete Bild. Im Anschluss fragt uns Terence noch wie lange wir noch in Spoleto bleiben, doch zu einer Antwort kommen wir leider nicht mehr, da sich sofort andere Fans zwischen uns und Terence drängeln, nachdem sie gesehen hatten, dass er sich mit uns fotografieren lassen hat. Darauf hat Terence aber sichtbar keine Lust und zieht sich wieder zurück. Das ist natürlich schade. Wir aber haben unser Ziel erreicht. Wir verabschieden uns von Marcus und Amelie und setzen uns anschließend wieder ins Café, wo wir nun ganz entspannt die weiteren Dreharbeiten genießen. Terence ist in der neuen Szene nun mit dem Fahrrad auf dem Domplatz unterwegs und trägt beim Fahrradfahren noch ein zweites Fahrrad auf der Schulter. Für seine nun mehr 74 Jahre ist der Mann wirklich noch sehr fit. Und sehr nett ist er auch, wie wir nun am eigenen Leibe erfahren durften. Bis zur Mittagspause schauen wir weiter zu, dann beschließen wir dem Set den Rücken zu kehren und unseren Erfolg ein wenig zu feiern. Dazu begeben wir uns in eine nahe gelegene Taverne und lassen uns Pizza und Wein schmecken. Den Abend lassen wir dann gemütlich im Hotel ausklingen. Wir schauen uns die brandneue italienische DVD von Doc West an und warten auf diese Weise auf Tibors Rückkehr aus Rom. Gemeinsam fassen wir dann den Entschluss am nächsten Tag vergangene Drehorte zu besuchen, nämlich die der Plattfuß-Filme in Neapel.

Samstag, 5. Oktober

Es regnet in Spoleto, ein für uns völlig neuer Umstand. Und es regnet nicht nur ein bisschen, sondern sehr ordentlich. Wir lassen uns davon aber nicht beirren, sondern bleiben bei unseren Plan. Neapel liegt ja schließlich auch gut 330 Kilometer südlich von Spoleto und da kann das Wetter ja wieder ganz anders sein. Vorerst ist es das aber leider nicht. Die ganze gut 3,5 stündige Fahrt ist der Regen unser treuer Begleiter und auch bei unserer Ankunft in Neapel regnet es noch recht stark. Noch zu Hause in Bremen hatten wir für einen eventuellen Besuch Neapels die Drehorte aus den Plattfuß-Filmen und aus Hills Frühwerk Guaglione, der ebenfalls in Neapel spielt, herausgesucht und eine Reisemappe zusammen gestellt. Anhand dieser Mappe fahren wir nun von Drehort zu Drehort. Zuerst konzentrieren wir uns dabei auf das Zentrum. Wegen des starken Regens fahren wir mit dem Auto bis an die entsprechenden Plätze heran, steigen kurz aus, machen die entsprechenden Bilder und fahren weiter. Der Regen nervt dabei zwar ein wenig, aber so kommen wir schnell voran. Vom Stadtzentrum führt uns der Weg schließlich weiter an die Küstenstraße, auf der ebenfalls gedreht wurde. Da der Regen mittlerweile nachgelassen hat, stellen wir hier erstmals das Auto ab und erkunden die Gegend zu Fuß. Entgegen kommt uns dabei auch, dass die Küstenstraße gerade für den Verkehr gesperrt ist, so dass wir dort in aller Ruhe Bilder machen können. Weiter geht es dann in den Stadtteil Mergellina, wo sowohl der kleine Hafen als auch einige Bergstraßen Drehort waren. Am Hafen parken wir erneut und dort können wir endlich wieder ohne Regenschirm raus. Das Wetter bessert sich und das ist gut so. Vom Hafen geht es weiter in die Berge Mergellinas. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick über die Stadt und den Golf von Neapel mit dem Vesuv im Hintergrund. Kenner der Plattfuß-Filme kennen diesen Ausblick natürlich schon, aber live ist das alles natürlich ungleich schöner. Nachdem wir die Berge Mergellinas ausreichend genossen haben, verlassen wir Neapel kurz und machen einen Abstecher in die Nachbarstadt Pozzuoli, die ebenfalls Schauplatz einiger Szenen in Plattfuß gewesen ist. Auch hier fahren wir erst einen Berg hinauf, genießen dort die Aussicht und besuchen anschließend den dortigen Hafen. Hier spazieren wir an einigen Drehorten entlang, versorgen uns mit Souvenirs und beobachten den Sonnenuntergang über dem Mittelmeer. So dämmert es schon als wir zurück nach Neapel kommen. Als letzter Schauplatz erwartet uns der Stadtteil Santa Lucia. Hier parken wir in einem recht abenteuerlichen Parkhaus in der Via Generale Orsini. Abenteuerlich ist das Parkhaus deshalb, weil man dort sein Auto mit steckenden Schlüssel parkt, damit die Parkwächter den Wagen im Falle des Falles umstellen können. In dem Parkhaus werden andere Autos nämlich hoffnungslos zugeparkt, damit mehr Autos hinein passen. Obwohl wir ob dieser Praxis doch sehr skeptisch sind, spielen wir das Spiel mit und machen uns zu Fuß auf den Weg zu den letzten Drehorten. Dabei führt uns der Weg auch durch die gesamte Via Generale Orsini, in der der kleine Bud Spencer in den 30er Jahren aufgewachsen ist. Unserer kleiner Abendspaziergang endet schließlich am Restaurant "Zi Teresa", welches schon von Anfang an als das Restaurant, in dem wir essen werden fest stand. Dieses Lokal ist im zweiten Plattfuß-Film nämlich Buddys Stammlokal und wird in einer Szene auch in einer kleinen Prügelei etwas verwüstet. Wir setzen uns also wie damals Bud auf die Terrasse und genießen die Atmosphäre. Unseren Kellner fällt dabei offenbar unser merkwürdiges Fotografierverhalten auf, denn neugierig schaut er uns über die Schulter, als wir uns auf dem Handy die zuvor gespeicherten Vergleichsbilder aus den Filmen ansehen um aus den gleichen Winkeln Fotos zu machen. Wir erklären ihn daraufhin was wir da machen und sofort ist der Kellner Feuer und Flamme. Er nimmt das Handy an sich und zeigt die Bilder den anderen Kellnern und schließlich auch den Chef des Restaurants. Keiner von ihnen wusste, dass das Restaurant Teil eines Bud Spencer Films gewesen ist. So geht Dennis schließlich mit ins Büro um dort die Bilder von seinem Handy runter zu kopieren. Es würde uns nicht wundern, wenn schon am nächsten Tag Ausdrucke davon gerahmt im Lokal hängen würden. Diese Anekdote soll aber nicht die letzte lustige Geschichte in dem Lokal sein, denn das Lokal verfügt auch über einen eigenen Sänger, der mit der Gitarre von Tisch zu Tisch geht und Ständchen singt. Auch uns fragt er schließlich nach einem Lied, dass er für die Signorina am Tisch spielen möchte und so wünschen wir uns das napoletanische Lied "Guaglione", das wir nur kennen, weil dieses Lied die Basis für den oben schon erwähnten Terence Hill Film aus den 50er-Jahren bildete. Zuerst gibt es noch einige Verwirrung wegen unserer falschen Aussprache des Titels, aber als der Sänger weiß um was es geht, steht ihm die Freude ins Gesicht geschrieben und er fängt sofort an dieses in Neapel offenbar sehr bekannte Lied vorzutragen. So geht es diesen Abend lustig zu im "Zi Teresa" mit den seltsamen deutschen Touristen. Irgendwann müssen wir aber natürlich auch wieder los. Wir spazieren noch ein wenig am Mittelmeer entlang, schauen uns noch einen Drehort auf einer nahe gelegenen Insel an und machen uns dann zurück auf den Weg zum Parkhaus. Und entgegen unserer Skepsis ist das Auto auch noch da. Es steht zwar tatsächlich an einem anderen Platz, aber es ist noch da. So können wir um kurz nach 22 Uhr die Rückreise antreten. Um 1:45 Uhr sind wir wieder im Hotel. Dieses Mal lassen wir den Abend nicht mehr ausklingen, sondern fallen alle müde ins Bett. Morgen geht es nämlich schon wieder früh weiter. Rom steht auf dem Programm.

Sonntag, 6. Oktober

Unserer letzter volle Tag in Italien startet in aller Frühe. Wir lassen das Frühstück im Hotel aus und machen uns direkt auf dem Weg nach Rom. Auch heute sind wir wieder nur zu viert unterwegs, nur ist es dieses Mal Michael der fehlt. Er hat keine Lust auf Rom, auch weil er in diesem Jahr schon einmal dort war. Die gut zweistündige Fahrt in die Hauptstadt verläuft problemlos und angenehm. In Rom ist unser erstes Ziel ein Flohmarkt, der zu den größten Flohmärkten in Europa gehört. Bevor es dort hin geht, treffen wir aber noch Vittoriano, einen weiteren Forumskollegen, der ebenfalls den Flohmarkt besuchen möchte. Der Flohmarkt ist nach einem gut halbstündigen Fußmarsch erreicht und wir steuern direkt einen Stand mit DVDs an. Wir bleiben gut eine Stunde auf dem Flohmarkt, stöbern mal hier und da, kaufen ein paar DVDs und Poster und beschließen dann dem Flohmarkt den Rücken zu kehren um uns die Stadt anzuschauen, denn wir sind schließlich das erste Mal in Rom und da möchte man ja auch ein wenig mehr sehen als nur einen Flohmarkt. Für Tibor und Vittoriano gilt das allerdings nicht. Sie wollen noch etwas auf dem Markt bleiben. So machen wir uns nun zu dritt mit der Straßenbahn auf dem Weg ins Zentrum. Wir steigen am Piazza Venezia aus, verweilen etwas am Nationaldenkmal und genießen dabei das schöne Wetter. Anschließend geht es zu Fuß weiter in Richtung Trevi-Brunnen. Auf dem Weg dorthin kommen wir an sehr vielen Souvenirständen vorbei, die wir uns gründlich anschauen und an denen wir auch das ein oder andere Mitbringsel erstehen. Am Trevi-Brunnen gesellen wir uns zu den vielen anderen dort schon stehenden Touristen, machen die üblichen Fotos und Yvonne wirft schließlich auch noch die obligatorische Münze hinein. Mittlerweile ist schon Mittagszeit und das fehlende Frühstück macht sich in Form von Hunger bemerkbar. So legen wir auf dem Weg zur Spanischen Treppe einen kleinen Zwischenstopp in einem Burger King ein. An der Spanischen Treppe ist an diesem Tag ebenfalls sehr viel los. Wir mischen uns unter das Volk und steigen die Stufen hinauf. Oben angekommen machen sich die sonnigen 29 Grad bemerkbar. Wir haben Durst und scheuen uns daher nicht an einem Getränkestand 4 Euro für eine Halbliterflasche Cola auszugeben. Mit den Touristen kann man es ja machen. Unser nächstes Ziel ist nun der Petersdom im Vatikan. Für diese Strecke nutzen wir nun aber wieder unsere Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel und fahren mit der U-Bahn. Der Weg von der U-Bahn-Station zum Petersplatz ist umsäumt mit Schwarzmarkthändlern offensichtlich afrikanischer Herkunft, die einen ständig anquatschend irgendwelchen Ramsch andrehen wollen, seien es nun Rosen, Tücher, gefälschte Handtaschen und Sonnenbrillen oder irgendwelche billigen Spielzeuge. Das ist auf Dauer schon nervig. Im Vatikan herrscht dann aber Ruhe. Wir schauen uns auf dem Petersplatz um und marschieren dann in Richtung Engelsburg weiter, wo dann auch wieder die Schwarzmarkthändler rumwimmeln. Über den Tiber geht es für uns dann wieder zurück in die Innenstadt, dieses Mal zum Piazza Navona. Hier setzen wir uns erst einmal auf eine Bank, essen ein Eis und genießen die Atmosphäre. Wie wir per SMS erfahren, werden wir dabei sogar von zu Hause per Webcam beobachtet. Von der Piazza Navona gehen wir schließlich weiter zum Pantheon, wo wir weitere Souvenirs erstehen. So langsam werden uns die Beine müde, aber noch haben wir ein paar Ziele. So geht es weiter in Richtung Campo di Fiori. Auf dem Weg dahin liegt der Lago di Torre Argentina, ein Platz mit einer Ausgrabungsstätte eines alten Tempels aus der Römerzeit. Hier treffen wir Tibor kurz und beraten das weitere Vorgehen. Tibor möchte noch in ein paar Läden schauen und uns dann am Koloseum treffen. So gehen wir wieder nur zu dritt weiter zum Campo di Fiori. Mittlerweile ist es fast 18 Uhr und so wird der dortige Markt bei unserer Ankunft schon wieder abgebaut. Wir schauen uns das Treiben von einem Café aus an und trinken dazu ein Bierchen und Mineralwasser mit verschiedenen Temparaturen. Vom Campo di Fiori geht unser Weg weiter zur Chiesa Nuova, wo wir Dank unseres Stadtplans eine U-Bahn-Station erwarten, die es aber offensichtlich noch gar nicht gibt. Da wir aber keine Lust haben den Weg zum Kolosseum auch noch zu Fuß zu laufen, quetschen wir uns in den nächsten Bus zum Römischen Bahnhof Termini und steigen dort in die hier auch tatsächlich vorhandene U-Bahn zum Kolosseum um. Mitterweile ist die Sonne untergegangen und so präsentiert sich das Kolosseum eingerüstet im Abendlicht. Da von Tibor noch nichts zu sehen ist, machen wir uns erst einmal alleine auf den Weg um das Kolosseum herum und schießen dabei natürlich auch das ein oder andere Foto von dem alten Kasten. Von Innen können wir das Ding allerdings nicht mehr besichtigen, da zu der Zeit schon geschlossen ist. Gleiches gilt auch für das Foro Romanum, welches eigentlich auch noch auf unserer Liste stand. An einem Tag ist eben doch nicht alles zu schaffen. Tibor lässt weiter auf sich warten und so stehen wir eine ganze Weile wartend vor dem Kolosseum rum, bevor er dann doch noch kommt. Er möchte jetzt allerdings erst selbst noch Fotos machen und so machen wir uns zu dritt schon mal auf dem Rückweg zum Auto. Tibor will uns dann einholen. Der Rückweg ist ziemlich weit, denn wir müssen einmal um das Foro Romanum rum, bevor wir wieder zum Tiber kommen. Dabei kommen wir auch noch am Circus Maximus vorbei. Da dieser allerdings nicht beleuchtet ist und somit komplett im Dunkeln liegt, sehen wir davon nicht mehr sehr viel. Nach einer guten halben Stunde Fußmarsch erreichen wir schließlich den Fluß und machen auf der Brücke ein paar schöne Fotos von der Abendstimmung am Tiber. Weitere fünf bis zehn Minuten später sind wir dann endlich wieder am Auto, allerdings noch ohne Tibor. Immerhin müssen wir dieses Mal aber nicht lange auf ihn warten. Zu viert setzen wir uns dann noch in eine kleine Pizzeria direkt um die Ecke und essen die letzte Pizza unserer Reise. So ist es bereits 21 Uhr als wir Rom wieder verlassen. Um kurz vor 23 Uhr erreichen wir schließlich wieder unser Hotel, wo Michael uns schon mit Bier erwartet. Jetzt beginnt der gemütliche Teil des Abends. Bei Bier, Pistazienlikör, ungarischen Fütyülos und einem Rest italienischen Kräuterlikör lassen wir bis 3 Uhr noch einmal in geselliger Runde die vergangene Woche Revue passieren.

Montag, 7. Oktober

Nun ist genau eine Woche seit unserer Ankunft in Spoleto vergangen und somit ist nun leider die Zeit des Abschieds gekommen. Eilig haben wir es damit aber nicht. Wir genießen noch einmal das Frühstück im Hotel, packen in aller Ruhe unsere Sachen, versorgen uns am nahegelegenen Bankautomat noch mit ein bißchen Geld für die Rückfahrt und gehen dann alle gemeinsam noch einmal zu einem Zeitungskiosk. Am heutigen Montag soll da nämlich die erste Ausgabe der sogenannten Gold-Edition einer Zeitschriftenreihe mit Spencer/Hill-Filmen erscheinen. Und obwohl wir alle nach einer Woche in Italien so ziemlich pleite sind, muss diese Edition natürlich noch schnell von allen gekauft werden. Nach diesen letzten gemeinschaftlichen DVD-Kauf checken wir um 11 Uhr aus dem Hotel aus. Bevor es aber auf die Autobahn Richtung Norden geht, steuern wir noch einen Supermarkt in Spoleto an um letztes Reiseproviant zu besorgen. So ist es schon fast 12 Uhr als wir Spoleto verlassen. Die anschließende Fahrt verläuft ruhig und problemlos, erst einmal bis Padua. Hier fahren wir kurz ab um Michael am hiesigen Bahnhof rauszulassen. Für ihn geht die Fahrt von hier mit der Bahn in Richtung Mailand weiter. Es folgt eine herzliche Verabschiedung, bevor es für den Rest wieder auf die Autobahn geht. In den Abendstunden erreichen wir die Alpen und Tibor stellt fest, dass wir es mit unserer Tankfüllung nicht mehr bis nach Österreich schaffen. Überhaupt meint er, dass wir recht bald eine Tankstelle gebrauchen könnten. Diese ist aber erst einmal nicht in Sicht und auch Abfahrten gibt es über viele Kilometer keine. Schließlich kommt die letzte Tankstelle vor der Grenze aber doch noch. Auf der Zufahrt zur Tankstelle ist der Sprit restlos alle. Der Motor zieht nicht mehr und wir rollen nur noch. Das Schieben des Autos bleibt uns allerdings erspart, denn es reicht so gerade eben um die Zapfsäule noch zu erreichen. Wir haben also auf der letzten Etappe der Reise noch einmal tüchtig Glück. Die restliche Fahrt verläuft dann ohne weitere Nervenkitzel und so stehen wir um kurz vor 23 Uhr wieder vor dem Hotel Lokomotive in Linz. Nun ist es Zeit sich auch von Tibor zu verabschieden, der zwar ebenfalls in Linz nächtigt, allerdings in einem anderen Hotel. Nach der Verabschiedung checken wir ein und gehen dann auch direkt schlafen. So lange Autofahrten machen schließlich auch müde.

Dienstag, 8. Oktober

Auch an unseren letzten Urlaubstag haben wir es nicht eilig. Unser Zug geht erst um 14:18 Uhr und so können wir noch in aller Ruhe das Frühstück im Hotel genießen und anschließend unsere Sachen packen. Bis um 12 Uhr bleiben wir noch auf unseren Hotelzimmer, dann müssen wir auschecken. Wir schnappen uns unser Gepäck und machen uns auf dem Weg zum Hauptbahnhof, der glücklicherweise nicht weit entfernt ist. Hier setzten wir uns in eine Warteecke direkt vor einem Sparmarkt. Die nächsten zwei Stunden bis zu unserer Abfahrt verbringen wir mit dem Einkauf von Reiseproviant und einfachen Warten. Schließlich ist die Abfahrtszeit gekommen und der ICE 90 aus Wien auf dem Weg nach Hamburg rauscht pünktlich in den Linzer Hauptbahnhof. Wir steigen ein und erleben im Folgenden eine völlig entspannte und komplikationslose Fahrt, die wir dazu nutzen schon einmal die Bildergalerie für unsere Internetseite zu vervollständigen. So erreichen wir pünktlich um 20:32 Uhr den Hauptbahnhof in Hannover, wo wir in einen InterCity nach Bremen umsteigen. Auch dieser Zug ist pünktlich uns so sind wir um 21:50 Uhr wieder in unserer Heimatstadt, wo wir am Hauptbahnhof abgeholt werden. Der schöne Urlaub ist damit endgültig vorbei. Es hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht!

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