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Spencer/Hill-Fantreffen in Templin 2014

Donnerstag, 28. August 2014

Es ist wieder Ende August, die Zeit also in der schon fast traditionell das Bud Spencer und Terence Hill Fantreffen auf dem Programm steht. So ist es auch in diesem Jahr. Nach einem Zwischenstopp im thüringischen Ilmenau im letzten Jahr steht dieses Mal wieder eine Westernstadt auf dem Programm, genauer gesagt die Westernstadt El Dorado im brandenburgischen Templin. Da diese zum ersten Mal der Handlungsort des Fantreffens sein wird, sind wir gespannt was uns dort erwartet. Das Treffen selbst startet erst am morgigen Freitag, aber wir machen uns dennoch schon am frühen Vormittag des Donnerstages auf nach Templin. Wir, das sind dieses Mal nicht nur Dennis und ich, sondern erstmals auch Yvonne, für die es das erste echte Fantreffen sein wird. Unsere Reise führt uns mit Umstieg in Hannover zunächst ohne Zwischenfälle bis Berlin-Spandau. Hier aber kommt es zu einem Notfalleinsatz am Zug, weswegen wir hier unfreiwillig den Zug verlassen und mit einer sehr gut gefüllten Regionalbahn weiter zum Berliner Hauptbahnhof fahren, um so noch eine Chance auf unseren Anschlusszug nach Oranienburg zu haben. Ein paar bange Minuten später stellt sich glücklicherweise heraus, dass sich das Manöver gelohnt hat. Der Anschlusszug selbst hat ebenfalls Verspätung, erreicht Oranienburg aber noch früh genug, um dort unseren letzten Zug nach Templin auch noch zu bekommen. Am Bahnhof Templin erwarten uns Christian und Sven. Zu fünft geht es in einer kuscheligen Fahrt mit dem Auto weiter bis zur ca. acht Kilometer entfernten Westernstadt, die wir um kurz vor 18 Uhr erreichen. Die Kasse ist zu dem Zeitpunkt schon geschlossen. So dauert es etwas bis uns Einlass gewährt wird, aber dann sind wir endlich am Ziel. Wir holen uns im Saloon den Schlüssel für unser Ranchhaus und die im Vorfeld dort bestellten Getränke ab und beziehen unser Quartier für die nächsten Tage. Dabei entsteht auch ein erster Eindruck von der Westernstadt. Sie gefällt uns auf dem ersten Blick ganz gut. Die Mainstreet ist der in Pullman City im Harz sehr ähnlich. Nachdem wir unsere Sachen und die Getränke eingeräumt haben, machen wir uns nach einem Begrüßungsschluck von der Hütte wieder auf dem Weg ins Zentrum der Stadt. Dort machen wir uns mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut. Im Saloon wollen wir noch zu Abend essen, doch ist dieser zunächst für eine Firmenveranstaltung reserviert. Wir wollen schon weiter ziehen, als uns dann aber doch noch signalisiert wird, dass wir auf der Außenterrasse doch noch etwas essen können. Wenig später lassen wir uns dann schon einen Big El Dorado Cheeseburger schmecken. Der anschließende Weg zur Hütte zurück führt uns bei schon stark fortgeschrittener Dämmerung noch über einen Spielplatz und auch der Marterpfahl am Ende der Hauptstraße ist nicht vor uns sicher. Schließlich erreichen wir unsere Hütte aber doch noch und gehen sogleich zum gemütlichen Teil des Abends über. Mit Havana Club und Coca Cola feiern wir unsere Ankunft und unser Wiedersehen. Schließlich bekommt unsere fünfköpfige Gruppe auch noch Verstärkung. Michael aus Koblenz hat ebenfalls den Weg nach Templin geschafft und wirft noch eine Buddel Glenfiddich ins Geschehen. Abgerundet mit einer Flasche Plumi Pflaumenlikör entsteht so ein feucht-fröhlicher Begrüßungsabend, der schlussendlich nicht allen gut bekommt. Wir drei gehen aber um 4:20 Uhr noch halbwegs senkrecht schlafen.

Freitag, 29. August 2014

Nach dem doch recht späten zu Bett gehen, ist die erste Nacht vor Ort kurz. Sven gibt völlig übereilt das Signal zum Tagesbeginn. Es wird sich frisch gemacht und die Spuren des Vorabends werden so gut es geht beseitigt. Anschließend gibt ein hastiges, mehr oder weniger gemeinsames Frühstück auf der Terrasse vor dem Ranchhaus, bevor Christian und Sven unsere Hütte wieder räumen und in ein anderes Ranchhaus übersiedeln. Anschließend machen die Beiden sich auf den Weg nach Templin für ein wenig Sightseeing und für ein paar Besorgungen. Wir sind somit vorerst zu viert. Nach einem kurzen Gespräch mit Micha, dem Chef des Treffens, und dem anschließenden Versuch vergessene Filme telefonisch noch nachzuordern, beschließen wir das Gelände der Westernstadt noch etwas genauer zu erkunden. Wir besichtigen das Fort der Westernstadt und schauen Indianer Quentin bei einem Reifentanz zu. Dieser entpuppt sich dann allerdings leider auch als sehr erfolgreicher Regentanz. Auf dem Rückweg in unsere Hütte holen wir uns noch ein Eis und stellen fest, dass Christian und Sven mittlerweile wieder da sind und zwar mit Verstärkung im Gepäck. Wir begrüßen Claudia in unserer Runde und warten auf der Terrasse vor der zweiten Hütte nun auf all die anderen altbekannten Gesichter, die nun nach und nach in der Westernstadt auftauchen. Der Regen hört zum Glück nach einer ganzen Weile wieder auf und so machen wir uns gegen 17 Uhr auf zur Mainstreet. Dort soll ab 17:30 Uhr die Generalprobe für eine Stuntshow in Anlehnung an die Western von Spencer und Hill stattfinden. Für die Show werden noch Nebendarsteller gesucht. Wir selbst lehnen die Mitwirkung ab, aber mit Christian, Sven, Claudia, Michael, Umberto, Manuel und Silke sind gleich sieben aus unseren Kreis der Versuchung ein Star zu werden erlegen. Die Proben ziehen sich ewig hin und so verbringen wir viel Zeit im Saloon damit die immer gleichen Szenen wieder und wieder zu sehen. Dabei wird unsere Gruppe immer größer und ein weiterer Burger findet den Weg auf unseren Teller, dieses Mal ein Tex Mex Chili. Anschließend machen wir einen ersten Abstecher in die große Dance Hall des Geländes, wo heute noch die offizielle Warm-Up-Party stattfinden soll. Hier ist schon der T-Shirt Shop aufgebaut, wo wir uns erst einmal mit neuen Shirts der Spencer Hill Magic Band versorgen. Anschließend treffen wir die Band selbst auch auf der Main Street und überreichen jedem Mitglied zu deren Überraschung eine DVD mit ihrem letztjährigen Auftritt in Ilmenau. Ab 20 Uhr startet schließlich die Warm-Up-Party mit einer kurzen Begrüßung und einem ersten kleinen Wettbewerb. Zwei Teams haben die Aufgabe eine bestimmte Menge an Orangen mittels einer Saftpresse zu Saft zu verarbeiten und diesen auszutrinken, natürlich eine Hommage an die dazugehörige Szene aus dem Film "Zwei sind nicht zu bremsen". Obwohl das von uns favorisierte Team, bestehend aus Anika und Florian leider knapp unterliegt, sorgt der Wettbewerb für Spaß. Damit ist es dann aber leider fast umgehend vorbei als der sogenannte DJ das Kommando übernimmt. Dieser nennt sich "DJ Redlight" und erweist sich als einer der miesesten Vertreter seiner Zunft. Er hat den Auftrag fast 500 Spencer/Hill Fans zu unterhalten, hat sich darauf aber kein Stück vorbereitet. Ein paar eiligst herbei geschaffte Songs sorgen dann zwar zeitweise für Stimmung, die dann aber umgehend durch endlose Songs von Rammstein oder den Böhsen Onkelz wieder zerstört wird. Des weiteren wird mit Liedwiederholungen schon nach kürzester Zeit und einer Mp3-Qualität jenseits von Gut und Böse geglänzt. Man hat zeitweise den Eindruck, dass der Typ seine Songs direkt aus schlechten youtube-Videos heraus geschnitten hat. So gerät die Warm-Up-Party leider zum miesesten Freitag der Fantreffen-Geschichte. Um kurz nach 23 Uhr haben wir endgültig genug und verlegen die Party mit vielen Gleichgesinnten in privatere Gefilde. An der Feuerstelle zwischen den Ranchhäusern wird ein Lagerfeuer entzündet und Jorgo rettet mit seinem Akkordeon und seinem unglaublichen Repertoire an Spencer/Hill-Soundtracks den bislang total verkorksten Abend. In kurzer Zeit wächst unsere Gruppe am Feuer auf über 30 Leute an und so wird es dann doch noch ein versöhnlicher Tagesabschluss. Gegen 2 Uhr wird allgemein beschlossen das Feuer ausgehen zu lassen. Damit endet unser zweiter Abend in der Westernstadt El Dorado.

Samstag, 30. August 2014

Der Samstag beginnt sehr ruhig. Es dauert eine Weile bis alle aus ihren Betten kommen, bzw. bis sich alle nacheinander im Bad fertig gemacht haben. Ein Badezimmer für fünf gleichzeitig aufstehende Personen ist da doch etwas dünn. Nachdem wir aber soweit sind, schnorren wir uns auf der Terrasse unserer Hildesheimer Kollegen erst einmal ein paar Toasts, bevor wir dann direkt dazu übergehen der hiesigen Bratwurst eine Chance zu geben. Außerdem übergeben wir bei der Gelegenheit die DVDs mit dem Filmen für das parallel zum Hauptprogramm geplante Filmprogramm an das Organisationsteam. Dafür wird es auch höchste Zeit, denn um 11:30 Uhr soll dieses Programm schon starten. Noch ist der zuständige Techniker für den kleinen Raum im Westernfort der Stadt allerdings mit einer Indianer-Show beschäftigt. Es geht aber dennoch fast pünktlich los. Als wir wenig später eine Stippvisite in dem Raum machen läuft dort gerade eine Zusammenstellung aus Originaltrailern, allerdings fast tonlos, denn als Tonquelle dienen lediglich die Lautsprecher des Beamers und die sind fast leise gedreht. Zum Glück ist der Beamer so angebracht, dass er bedienbar ist und so können wir die Lautstärke wenigstens etwas anpassen. Vom Techniker selbst ist nämlich nichts zu sehen, auch nicht, als die Trailershow zu Ende geht. Netterweise hat der Techniker die DVDs aber auch dort liegen und so können wir auch den Filmwechsel selbst vornehmen. Sicherheitshalber nehmen wir auch gleich mal die Zeit um am Filmende für den Fall der Fälle noch einmal nachzuschauen. Jetzt aber machen wir uns wieder auf dem Weg zur Mainstreet, einfach nur um etwas die Atmosphäre der ankommenden Fans aufzunehmen. Dabei laufen uns viele altbekannte Gesichter über den Weg und es ergeben sich viele nette Gespräche. Das ist einer der Hauptgründe, warum wir Jahr für Jahr den Weg zum Fantreffen auf uns nehmen. So vergeht die Zeit sehr schnell. Wir machen schließlich den geplanten Abstecher zum Westernfort und schauen uns dort mit zwölf anderen Leuten das Ende von "Halleluja... Amigo" an. Vom Techniker ist allerdings wieder nichts zu sehen und so wechseln wir erneut den Film. Es startet nun "Die fünf Gefürchteten" und wir machen uns wieder auf dem Weg zur Mainstreet. Mittlerweile ist es fast 14 Uhr. Die offizielle Eröffnung des Fantreffens wird also gleich beginnen. Wir begeben uns in die Dance Hall und finden auch noch ein schönes Plätzchen, auch wenn die Halle schon gut gefüllt ist. Nun heißt es warten. Zu den Hintergrundklängen von AC/DC vergehen so gut 20 Minuten. Wir haben schon die Sorge, dass DJ Redlight auch heute für das Programm zuständig ist, aber dann ergreift Matthias endlich das Mikrofon. Er begrüßt die versammelten Fans und stellt die sechsköpfige Jury vor, die die Aufgabe hat das beste Kostüm des Fantreffens zu prämieren. Anschließend bekommen alle Kostümierten die Gelegenheit sich kurz der Jury und dem Publikum zu präsentieren. Bei den vorhergehenden Fantreffen hat nun die Band immer ein paar Songs zur Begrüßung gespielt, aber das fällt genauso so aus, wie ein zuvor vorbereitetes Bonusprogramm zum ersten Film. Offenbar ist nichts davon technisch möglich und so beginnt direkt der erste Film, nämlich "Vier Fäuste gegen Rio". Wir schenken uns den Film und verlassen den Saal wieder. Draußen treffen wir Sarah und Marcel mit ihrem vier Monate alten Sohn, den sie Terence getauft haben. In einer kleinen Gruppe verlassen wir kurz die Westernstadt und machen uns auf dem Weg zum Parkplatz. Hier treffen wir noch Benny und Silke. An Marcels Wagen kommt unsere Gruppe zum Stehen. Es stellt sich heraus, dass der gute Mann hier Cola und Rum gebunkert hat und so kommt es spontan zu einen kleinen, aber sehr feinen Umtrunk. Die Stimmung ist gut, aber dennoch kehren wir bald wieder zur Westernstadt zurück, denn wir sind ja wegen des Fantreffens da. Wir haben den Entschluss gefasst den von uns kurz vor dem Fantreffen erstellten Film zum letztjährigen Fantreffen wenigstens im Parallelprogramm zu zeigen, wenn schon im Hauptprogramm in diesem Jahr für keinerlei Besonderheiten Platz ist. Auf der Mainstreet sprechen wir daher nun alle altbekannten Gesichter an, die uns über den Weg laufen und machen uns in einer recht großen Gruppe auf dem Weg ins Fort. Hier läuft noch immer "Die fünf Gefürchteten", vermutlich das zweite Mal hintereinander, da der Film eigentlich schon längst hätte zu Ende sein müssen. Wir fragen kurz bei den wenigen Zuschauern, ob ein Filmwechsel ein Problem wäre, aber wie erwartet geht das in Ordnung und so starten wir wenig später den gut 20minütigen Film über das letzte Fantreffen. Die Stimmung ist gut und sie wäre es sicher auch im Hauptprogramm gewesen. Sei's drum. Für uns ist es nun an der Zeit auf die Mainstreet zurück zu kehren. Vorher aber starten wir im Parallelprogramm noch den dritten Film des Tages, die Originalfassung von "Hügel der blutigen Stiefel", die so seit der Kinopremiere in den 70er Jahren nicht mehr zu sehen war. Da im Hauptprogramm oder aber auch im ausgehängten Programmplan kein Wort über diese Rarität verloren wird, startet das verschollene Kleinod unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Schade. Da wir den Film auch in dieser Fassung schon kennen, machen wir uns zurück auf die Mainstreet, wo gerade in diesen Minuten die von der Stuntcrew der Westernstadt einstudierte Stuntshow "Vier Fäuste für El Dorado" beginnt, eine Hommage an die beiden berühmten Western "Die rechte und die linke Hand des Teufels" und "Vier Fäuste für ein Halleluja". In Nebenrollen mit dabei die glorreichen Sieben aus unseren Kreis, die gestern schon bei der Generalprobe soviel Geduld bewiesen haben. Die Show wird ein voller Erfolg. Vor über 700 Leuten an der von Menschen dicht umringten Mainstreet werden verschiedene Szenen aus den genannten Filmen nachgestellt. Der von Terence Hill verkörperte Trinity reitet mit seiner berühmten Pritsche die Szenerie entlang, es gibt Duelle, komische Sprüche und zum Abschluss natürlich noch eine große Schlägerei. Die Zuschauer sind begeistert und das diesjährige Fantreffen hat sein erstes echtes Highlight. Im Anschluss an die Show präsentiert der Moderator, der eben noch als Bud Spencer Double im Einsatz war, die ersten drei Plätze des Kostümwettbewerbs. Der verdiente erste Platz geht an ein Duo, das sich sehr gekonnt in die Schale von Bud und Terence im Film "Zwei bärenstarke Typen" geworfen hat. Der gute dritte Platz geht an unseren Florian, der in diesem Jahr als Riesenbaby aus "Zwei sind nicht zu bremsen" für Furore sorgt. Überhaupt sind wieder einige tolle Kostüme am Start. Es gibt Mönche, Polizisten, Mücke und eine hinreißende Lucy aus "Nobody ist der Größte", die dem Original in Nichts nachsteht. Im Programm weiter geht es direkt nach der Bekanntgabe der Gewinner mit dem großen Chili-Essen. Angeführt von den Live-Klängen der Spencer Hill Magic Band werden die 700 Teilnehmer in einer großen Polonaise zur Essensausgabe geführt. Das Chili erweist sich als sehr schmackhaft und wartet sogar mit einer gewissen Schärfe auf. Direkt nach dem Essen wird zum großen Gruppenfoto gebeten, bevor es dann mit dem Bierchen und Würstchen-Wettbewerb weiter gehen soll. Wir lassen das Geschehen aber wieder hinter uns und ziehen uns mit ca. 40 Mann zu den Ranchhäusern zurück, wo wir in gemütlicher Runde etwas trinken und uns über Bud Spencer und Terence Hill austauschen. In die Dance Hall kehren wir wieder zurück als das Warm-Up der Magic Band auf dem Programm steht. Mit sechs Titeln sollen sie die Stimmung schon mal anheizen, bevor dann der zweite Film des Abends laufen soll. Diese Vorgabe setzt die Band hervorragend um. Schon zum kurzen Warm-Up ist die Stimmung fantastisch und die Tanzfläche voll. Zur Krönung überrascht die Band die langjährigen Fantreffenbesucher mit einer ersten Premiere, dem Song "Mañana" aus dem Film "Zwei Missionare". Wir sind begeistert. Nach sechs Songs ist leider schon wieder Schluss und der nächste Film wird angekündigt. Statt des geplanten "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" wird nun allerdings "Das Krokodil und sein Nilpferd" gezeigt und somit ist das von uns für den zweiten Film erstellte Bonusmaterial auch für die Katz. Es wäre aber an diesem Tag eh nicht gezeigt worden. Wir lassen auch diesen Film sausen und feiern in der gemütlichen Runde vor den Ranchhäusern weiter um die Zeit bis zum eigentlichen Konzertbeginn herum zu bekommen. Das gelingt uns spielend, denn die Stimmung ist gut. Da werden Reisen nach Südtirol zu Terence Hill geplant, Fotobücher der letzten Fantreffen begutachtet, Adressen und Telefonnummern ausgetauscht und natürlich viele altbekannte blöde Sprüche zitiert. Die Zeit behalten wir aber natürlich im Auge, denn wir wollen das Konzert natürlich nicht verpassen. Die Gefahr besteht aber gar nicht, denn nach dem zweiten Film wird erst noch ein Wettbewerb im Armdrücken eingestreut um Zeit für einen neuerlichen Soundcheck zu gewinnen. Offenbar war die Band beim Warm-Up mit dem Sound nicht ganz zufrieden. Wir nutzen die Zeit für weitere Plaudereien mit anderen Fans auf der Mainstreet und lernen so auch ein paar neue Gesichter kennen, wie z.B. einige der Mönche von denen einer als Gewinner aus dem Bierchen und Würstchen-Wettbewerb hervor gegangen ist. Schließlich ist die Zeit des Wartens aber doch vorbei und die Spencer Hill Magic Band tut das was sie am Besten kann. Sie heizt die Stimmung auf unnachahmlicher Art mit ihrer Darbietung verschiedenster Soundtracks aus Spencer/Hill-Filmen ein. Obwohl wir mittlerweile schon einige Konzerte der Band erlebt haben ist es immer wieder ein Genuss der Band beim Spielen zuzuschauen, auch wenn sich jetzt auf der Tanzfläche auch wieder einige Gestalten herumtreiben, die kaum noch alleine stehen, geschweige denn tanzen können und die daher ständig irgendwelche Leute anrempeln und den Boden mit Bier tränken. Aber davon lassen wir uns die Stimmung natürlich nicht verderben. Und die Band hat noch eine weitere Überraschung für uns auf Lager. Sie spielt erstmals das Titellied "Oh Ettore" aus dem Film "Hector, der Ritter ohne Furcht und Tadel", ein Lied, um das wir sie schon seit Jahren bitten und das sie im letzten Jahr im Backstage-Bereich schon einmal für uns gesungen haben. Nun spielen sie es also erstmals auch auf der großen Bühne und die Resonanz ist fantastisch. Die Fans sind begeistert und so haben wir die Hoffnung, dass es der Song vielleicht auch ins reguläre Programm der Band schafft. Bald darauf folgt eine kurze Pause, die sowohl die Band als auch wir zur Erholung nutzen, bevor das Konzert dann bis weit nach Mitternacht weiter geht. Schließlich aber geht das Konzert leider doch zu Ende. Wir gehen an die frische Luft um dort eventuell der Band auch noch einmal persönlich danken zu können, aber das Wetter macht uns leider einen Strich durch die Rechnung. Es fängt an zu regnen und so ziehen wir uns wieder auf unsere Terrasse zurück. Das Programm des Fantreffens ist nun ohnehin vorbei. Auf der Terrasse aber geht es weiter. Es werden alle Getränkereste auf den Tisch gestellt und in immer größerer Runde lassen wir den Abend ausklingen. Später gibt es sogar noch einen Topf mit einer leckeren Bohnenpfanne. So einen Ausklang lassen wir uns doch gerne Gefallen. Gegen drei Uhr übermannt uns dann aber doch die Müdigkeit und obwohl unsere Terrasse noch voll ist, verabschieden wir uns und gehen schlafen. Erzählungen zu Folge saßen sogar nach Sonnenaufgang noch Leute dort und haben sich unterhalten. So soll es sein.

Sonntag, 31.08.2014

Kaum in der Westernstadt angekommen, ist es auch schon wieder Zeit zum Kofferpacken. Dieses Gefühl haben wir jedenfalls, als wir am Sonntag gegen 8:30 Uhr aus dem Bett klettern. Die Hütten müssen zwar erst bis 11 Uhr geräumt sein, aber schon für 10 Uhr steht noch eine abschließende Frühstücksfahrt über den angrenzenden Röddelinsee auf dem Programm. 45 Fans hatten die Gelegenheit dieses Abschlussevent "dazu zu buchen" und natürlich haben auch wir das getan. Für Schifffahrten haben wir ja eh eine Schwäche. Und nach dem uns an der Kasse eingeimpft wurde, dass die Fahrt um "10 Uhr beginnt und nicht um 5 nach 10", ist nun eben früh aufstehen angesagt. Es müssen ja auch noch die Sachen gepackt und etwas aufgeräumt werden. Beim Betreten unserer Terrasse trifft uns fast der Schlag. Unmengen an Bierflaschen und -dosen haben sich angesammelt, dazu verschiedene leere Flaschen Rum, Whisky und andere Dinge. Auf der Terrasse stehen zudem fast 20 Stühle, zum Bestand gehören aber nur sechs. Aber es nützt ja alles nichts. Während Michael den Abwasch übernimmt, räumen wir die Terrasse auf. Gemeinsam gelingt es uns das Chaos bis kurz vor 10 Uhr in den Griff zu bekommen und so schaffen wir es noch gut bis um 10 Uhr an den Anleger. Dort haben sich auch die anderen Mitfahrer schon versammelt und das Frühstücksbuffet ist auch schon da, allerdings noch zusammengepackt auf dem Steg. Offenbar hat man sich mit der Menge deutlich verkalkuliert und der Kapitän hat nun Angst mit einer hungrigen Meute ohne ausreichende Nahrung abzulegen. Wir dürften aber schon mal an Bord und haben durchaus unseren Spaß daran über die plötzliche Nahrungsmittelknappheit zu philosophieren. Nach einer hastigen Nachlieferung geht es dann aber mit gut 25 Minuten Verspätung doch noch los. Die Fahrt ist dann auch sehr nett. Die Stimmung ist gut, auch wenn der nahende Abschied auch schon für etwas Wehmut sorgt, und das Essen reicht nun auch. Während aus den Bordlautsprechern Spencer/Hill-Musik läuft, lassen wir auf dem Wasser noch einmal das gesamte Fantreffen Revue passieren. Um kurz vor 12 Uhr endet dann die Fahrt und wir gehen vom Anleger noch ein letztes Mal zurück zu unseren Ranchhaus. Irgendjemand hat noch weitere Gläser und weiteres Leergut bei uns auf die Terrasse gestellt. Wir spülen auch diese Gläser noch und stellen sie zu uns in den Schrank, während Florian sich erbarmt und wenigstens die Pfandflaschen aus dem Leergut zusammen zu packen und mitzunehmen. So sieht es doch wieder halbwegs passabel dort aus als wir den Weg zur Mainstreet antreten. Zwischenzeitlich sind leider immer wieder Verabschiedungen nötig, da nun nach und nach alle den Heimweg antreten müssen. Wir haben da noch am meisten Zeit, denn unser Zug verlässt Templin erst um 17:36 Uhr. So setzten wir uns auf der Mainstreet noch einmal auf eine Cola in ein Restaurant. Wir sind jetzt noch zu zwölft. Anschließend verlassen uns noch Jesko und Michael. Marcus und Jorgo und seine Freunde sind dann noch so nett uns von der Westernstadt noch nach Templin zu fahren. Mit dabei sind auch noch Florian und Anika. Nach einem kleinen Umweg erreichen wir schließlich den Bahnhof Templin Stadt, wo wir uns schließlich auch von Marcus und der kleinen Gruppe um Jorgo verabschieden. Die Gruppe der netten Menschen um uns wird zwangsläufig immer kleiner. Florian und Anika sind aber zum Glück noch da und vertreiben sich in Templin noch etwas die Zeit mit uns. Wir spazieren vom Bahnhof in die Templiner Innenstadt, werfen einen Blick auf die Stadtmauer und das historische Rathaus, statten der Touristeninformation einen Besuch ab und essen anschließend noch lecker im direkt am Marktplatz gelegenen Restaurant "Die Bratpfanne", wo es uns allen gut schmeckt. Der weitere Weg führt uns dann langsam zurück zum Bahnhof. An einem Eiscafé machen wir noch einen Stopp für ein kleines Dessert. Die einzige Bedienung dort ist allerdings etwas überfordert und so dauert es da so lange, dass wir direkt im Anschluss den Rückweg zum Bahnhof antreten müssen. Dort angekommen verbleiben uns noch gut zehn Minuten um uns auch noch von Florian und Anika zu verabschieden. Für die Beiden geht es nun im Auto zurück nach Hildesheim, während vor uns noch eine sechsstündige Bahnreise liegt. Diese erweist sich als absolut problemlos. Über Oranienburg und Berlin-Gesundbrunnen geht es schließlich direkt bis nach Bremen. Alle Züge sind pünktlich uns so stehen wir um 23:40 Uhr wieder vor unserer Haustür. Das Fantreffen 2014 ist damit dann auch für uns vorbei.

Fazit

Die Reise hat sich wieder voll gelohnt, was natürlich in erster Linie den vielen mittlerweile lieb gewonnen Menschen zu verdanken ist, die man auf dieser Veranstaltung Jahr für Jahr wieder sieht. Dazu erwies sich die Westernstadt auch als Volltreffer. Dank des netten und kooperativen Personals fühlte man sich dort sehr viel willkommener als in Pullman City im Harz. So ertönte beispielsweise über die Lautsprecher in der gesamten Westernstadt Spencer/Hill-Musik. Das war toll! Ein weiteres Highlight war natürlich die an Bud Spencer und Terence Hill angelehnte Westernshow und das gewohnt tolle Konzert der Spencer Hill Magic Band. Darüber hinaus wurde aber auch sehr viel Potenzial leichtfertig verschenkt. Der Freitag war von der offiziellen Organisation her mal abgesehen vom Saftauspress-Wettbewerb eine einzige Katastrophe, was nicht nur bei uns für Unmut gesorgt hat. Weit angereiste Spencer/Hill-Fans mit einen halbgaren DJ fast ohne Spencer/Hill-Musik abzuspeisen ist gelinde gesagt eine Frechheit. Weitere Mängel in dieser Art gab es ansonsten zum Glück keine, aber dem langjährigen Fan tut dann doch sehr weh, wen derart lieblos mit dem Potenzial eines solchen Treffens umgegangen wird. Das parallele Filmprogramm, der komplette Verzicht auf Bonusmaterial zu den gezeigten Filmen, die falsche Musik in der Dance Hall während der Wartezeiten, warum das alles? Ok, die netten Leute und die Band richten es am Ende immer, aber es wäre sehr wünschenswert, wenn sich die Organisatoren auch wieder um das Fantreffen selbst bemühen und nicht nur darum eine Bühne für Band zu bieten. Die Details sind wichtig, auch wenn man sie in der Kostenrechnung am Ende vielleicht nicht bemerkt. Ein schönes Wochenende war es aber natürlich dennoch und natürlich sind wir auch im kommenden Jahr wieder mit dabei, alleine schon um all die Verrückten wiederzusehen und um die Band zu hören.

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