HomeBilderTombolaWeihnachtsmärkteGästebuchKontakt

Galerieauswahl
Schnap(s)schüsse
2019
   Darmstadt
   Augsburg
   S/H-Fanbase Busreise
   Spencer/Hill-Festival
   Dresden
   Sommerfest
   München
   Magic Band Konzert
   Italien
   Straßenfest
   Wilhelmshaven
   Lommatzsch
   Borkum
   Mühle Marienrode
   S/H-Fanbase Party
   Geburtstag
   Hildesheim
   Budapest
   Classic Motorshow
   Berlin
2018
2017
2016
2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000
Statistik
Galerien: 215
Bilder: 10782
Kommentare: 451
Bildkommentare

Spencer/Hill-Fanbase-Reise nach Neapel

Einleitung

Als uns Ende Juli 2019 die Nachricht erreichte, dass es von Mitte September bis Mitte Dezember in Neapel eine Ausstellung über das Leben und die Filme Bud Spencers geben würde, dachten wir natürlich darüber nach, diese Ausstellung zu besuchen. Dabei entstand die Idee, den Besuch der Ausstellung mit einer kleinen Rundreise durch Italien zu verbinden, auf deren Weg noch einige andere Ziele mit Spencer/Hill-Bezug besucht werden könnten. Wir stellten diese Idee Micha und Axel vom Team des Spencer/Hill-Festivals vor und stießen dort sofort auf Begeisterung. Daraus entstand in der Folgezeit die erste Spencer/Hill-Fanbase Busreise. Während wir den Reiseplan ausarbeiteten, organisierten Micha und Axel den Ticketverkauf für die Reise, kümmerten sich um den entsprechenden Bus und die Buchung der benötigten Hotelzimmer. Am Ende aller Anstrengungen im Vorfeld startete schließlich am 13. Oktober eine 16-köpfige Reisegruppe in Richtung Italien.

Samstag, 12. Oktober

Wir beginnen den Tag vor der Abfahrt des Reisebusses damit die letzten Sachen zu packen und einige CDs mit Spencer/Hill-Musik zu erstellen. Am Nachmittag starten wir dann schließlich zu unserer ersten Etappe. Mit dem Zug geht es von Bremen nach Leipzig, denn in Leipzig soll morgen früh um 9:30 Uhr der Bus starten. Wir kommen pünktlich um kurz vor 21 Uhr in Leipzig an und checken im Hotel ein. Der restliche Abend verläuft ruhig, denn wir wollen ja zum Start der Reise fit sein.

Sonntag, 13. Oktober

Wir beginnen den Tag mit einem Frühstück in unserem Leipziger Hotel und machen uns dann auf den Weg zum direkt gegenüberliegenden Hauptbahnhof. Zu Beginn gibt es noch eine kleine Verwirrung, weil keiner genau weiß, von wo der Bus starten wird, aber das klärt sich schnell und so treffen wir am Haltepunkt auch schon die ersten Mitreisenden. Sarah und Matteo vom Organisationsteam sind schon da und auch Enrico, Basti, Kristin und André sind bereits startklar. Als schließlich auch der Zug mit Florian und Anika ankommt, kann die Reise starten. Wir liegen sogar ein wenig vor der Zeit.
Von Leipzig aus ist unser erstes Ziel Nürnberg. Unsere Fahrt wird auf diesem ersten Abschnitt durch zwei kleinere Staus ein wenig gebremst, allerdings erreichen wir Nürnberg noch relativ pünktlich und nehmen mit Axel einen weiteren Mitreisenden auf. Der weitere Weg führt uns zunächst nach München. Mit Gerhard, Sabine, Jessica, Swen und Michael nehmen wir die noch fehlenden fünf Mitreisenden an Bord - unsere Reisegruppe ist damit vollständig und unser Busfahrer Dirk setzt die Fahrt in Richtung Italien fort.
Um 18:02 Uhr überqueren wir die Grenze zu Österreich, um 19:17 Uhr erreichen wir Italien und gegen 20:45 Uhr kommen wir schließlich in Prags in Südtirol an. Hier ist unser erstes Ziel der Gasthof Huber, wo wir alle gemeinsam zu Abend essen. Nach dem Essen geht es weiter in die im gleichen Ort gelegene Pension Friedl. Hier checken wir um kurz vor 23 Uhr ein. Bis Mitternacht quatschen wir im Anschluss noch ein wenig mit Florian und Anika, dann ist der erste echte Reisetag auch für uns vorbei.

Montag, 14. Oktober

Wir starten den Tag mit einem Frühstück in der Pension. Es ist 7:30 Uhr – im Frühstückssaal ist die gesamte Reisegruppe anwesend – und die Koffer stehen zum Einladen in den Bus bereit.
Nach dem Frühstück geht es von der Pension zum Pragser Wildsee. Der See ist nicht nur ein wunderschönes Fleckchen Erde, er ist auch Drehort der Terence-Hill-Serie "Die Bergpolizei - Ganz nah am Himmel". Bis zum See sind es von der Pension aus nur wenige Kilometer, so dass wir schon um kurz vor 8:30 Uhr dort sind. Der Morgen ist sonnig, aber hier auf 1500 Metern Höhe auch sehr kalt. Das hindert uns aber nicht daran die malerische Kulisse zu genießen und verschiedene Drehorte der Serie anzusteuern. Die Hütte von Förster Pietro liegt hier direkt am See, genauso wie auch das Polizeirevier der Serie, eine kleine Kapelle, das große Hotel und einiges mehr. Im Grunde ist alles rund um den See auch in der Serie zu sehen. Gute zwei Stunden dauert unser kleiner Rundgang am Pragser Wildsee. Wir steigen wieder in den Bus und setzen unsere Reise fort.
Unsere Route führt uns weiter nach Süden. Unser nächstes Etappenziel ist der kleine Ort Pomponesco in der Po-Ebene. Hier drehte Terence Hill 1983 seinen Film "Keiner haut wie Don Camillo". Gegen 14:30 Uhr treffen wir dort ein. In Pomponesco scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, der Ortskern sieht noch fast genauso aus wie im Film damals. Wir treffen dort auch auf Benny und Silke, die gerade eine Woche Urlaub am Gardasee machen und sich extra für uns Zeit genommen haben. Wir machen einen gut einstündigen Rundgang durch den Ort, fotografieren die verschiedenen Drehorte, die hier alle sehr nah beieinander liegen, und verabschieden uns dann auch schon wieder von Benny und Silke.
Unsere Reise geht weiter ins nur 40 Kilometer entfernte Ponte Taro, eine kleinen Stadt bei Parma. Hier wurde im Frühjahr 2019 eine Straße nach Bud Spencer benannt und genau dort liegt unser Ziel. Ponte Taro wird nur ein kurzer Zwischenhalt. Wir stoppen direkt in der Nähe des Straßenschildes und machen mit diesem diverse Fotos. Dies ist schnell erledigt und da es viel mehr in dem Ort auch nicht zu sehen gibt, sind wir schon gut zwanzig Minuten später wieder mit dem Bus unterwegs.
Das nächste und letzte Ziel des Abends ist Marina di Pisa am Mittelmeer. Hier wurden einige Szenen aus "Der Bomber" und "Sie nannten ihn Mücke" gedreht. Unterwegs erhalten wir von Marcus Zölch Informationen, die eine kleine Anpassung unseres Reiseplans erfordern. Er hat gerade erfahren, dass Terence Hill am morgigen Dienstag nun nur noch eine Szene in Spoleto drehen wird und das am frühen Nachmittag. Für ein Treffen mit Terence Hill sollten wir also möglichst früh in Spoleto ankommen. So ist nun also die Zeit gekommen unsere Mitreisenden darüber zu informieren, dass wir morgen sehr wahrscheinlich Terence Hill treffen werden, wir dafür aber den Reiseplan umstellen und eine Stunde früher aufstehen müssen. Erwartungsgemäß sind alle einverstanden und es herrscht freudige Aufregung im Bus. Aber noch ist der heutige Tag nicht vorbei.
Wir erreichen Marina di Pisa um kurz vor 20 Uhr. Unsere erste Station vor Ort ist das Restaurant Toto, direkt am Strand. Hier im Restaurant entstanden einige Fressszenen für den Film "Der Bomber". Außerdem ist das Lokal von außen auch in "Sie nannten ihn Mücke" zu sehen. Normalerweise ist dort montags Ruhetag, aber Matteo ist es schon im Vorfeld gelungen den sehr netten Wirt davon zu überzeugen heute extra für uns zu öffnen. So essen wir also völlig ungestört im gleichen Saal, in dem auch Bud damals seine Speisen serviert bekommen hat. Über die Jahre hat sich die Kulisse kaum verändert. Es sind sogar noch die gleichen Rollläden an den Fenstern und auch Teile der Dekoration sind noch vorhanden. Wir lassen uns das Speis und Trank schmecken und haben dabei viel Spaß.
Nach dem Essen ist es schon dunkel, was uns aber nicht davon abhält noch an den Strand zu gehen und auch dort ein paar Bilder zu machen. Erst danach geht es für uns ins Hotel. In Marina di Pisa ist unsere Gruppe auf zwei verschiedene Einrichtungen verteilt, was aber kein Problem ist, da diese sehr nah beieinander liegen. Es ist schon 23 Uhr als wir in der Unterkunft ankommen. Wir teilen uns für diese Nacht mit Enrico und Matteo ein Apartment und lassen den Abend zu viert noch mit einer Flasche Limoncello ausklingen.

Dienstag, 15. Oktober

Durch den vorverlegten Tagesstart beginnt auch der heutige Tag schon um 7 Uhr. Wir stehen sogar noch etwas früher auf und machen vor der vereinbarten Startzeit mit ein paar anderen Frühaufstehern noch einen kleinen Morgenspaziergang zum Mittelmeer. Um 7:30 Uhr trifft sich schließlich die komplette Gruppe bei einem kleinen Bäcker, der direkt zwischen beiden Unterkünften liegt. Hier gibt es ein schnelles Frühstück. Um kurz nach 8 Uhr sitzen dann auch schon wieder alle im Bus, allerdings nur für eine kurze Zeit, da wir in Marina di Pisa noch einen kleinen Zwischenstopp einlegen. Hier gibt es nämlich direkt am Meer die Wiese, auf der Bud Spencer damals das Training mit seiner Mannschaft beginnt. Enrico hat dafür heute extra sein Mücke-Outfit angezogen, so dass wir die Szene am Originaldrehort nachstellen können, wobei die ganze Gruppe sehr viel Spaß hat.
Um 8:30 Uhr sitzen wir schon wieder im Bus, wenn auch nur für eine halbe Stunde. Unsere nächste Station ist die Bud-Spencer-Statue an der Meerespromenade im nur 20 Kilometer entfernten Livorno. Dirk fährt seinen Bus fast direkt bis an die Statue heran, so dass wir nicht lange brauchen, um die Statue aus allen Winkeln und in allen möglichen Menschenkombinationen zu fotografieren. Als Enrico sich in seinem Mücke-Outfit mit der Statue fotografieren lässt, fragt uns ein vorbeifahrender Passant auf einem Motorroller, wer von den beiden denn eigentlich die Statue sei. Die Ähnlichkeit ist hier wirklich nicht zu verleugnen.
Es ist ca. 9:15 Uhr als wir die Statue wieder verlassen. Wir sind damit eine Stunde und 15 Minuten vor dem ursprünglichen Plan. Dieser sah vor als nächstes nach Amelia in die Eisdiele von Terence Hill zu fahren, aber dieser Programmpunkt ist für heute gestrichen. Wir fahren nun direkt nach Spoleto, um dort noch rechtzeitig zu Terence Hills Drehbeginn einzutreffen.
Auf der 300 Kilometer langen Fahrt kauft sich Florian während einer Pause an einer Autobahnraststätte eine Großpackung "Big Babol". Dabei handelt es sich um eine italienische Kaugummimarke, für die Bud Spencer Ende der 80er Jahre Werbung gemacht hat. Dies inspiriert uns dazu das damalige Werbeplakat mit Enrico als Bud Spencer und Kristin als kaugummikauendes Mädchen nachzustellen. Die Stimmung an Bord ist also weiterhin hervorragend. Je näher wir uns Spoleto nähern, desto größer wird allerdings auch die Aufregung.
Wir liegen gut im Zeitplan und erreichen Spoleto schon um kurz nach 13 Uhr. Es stellt sich allerdings als sehr schwierig heraus einen Parkplatz für unseren Bus zu bekommen, weshalb wir nach längerer Suche im unteren Teil der Stadt parken und den Weg zum Domplatz zu Fuß zurücklegen müssen. Mehrere Rolltreppen bringen uns von unten fast bis zum Domplatz, den wir schließlich gegen 13:45 Uhr erreichen. Hier ist zwar recht viel Betrieb und es ist auch schon Filmausrüstung vor Ort, aber gedreht wird noch nicht. Das Team befindet sich noch in der Mittagspause. Wir schreiben Marcus an, dass wir vor Ort sind und bekommen die Info, dass Terence gleich zu uns kommen wird oder wir dann abgeholt werden. Das kann aber noch zwanzig Minuten dauern.
Die Vorfreude der Mitreisenden ist mittlerweile fast greifbar. Ein weiterer Darsteller der Serie, Francesco Castiglione, wird auf uns aufmerksam. Er ist überrascht eine ganze Reisegruppe aus Deutschland zu sehen und spricht eine ganze Weile mit uns, z.B. auch darüber, dass er selbst in Deutschland geboren wurde. Er stimmt sogar einem Foto mit der gesamten Truppe zu – ein sehr sympathischer Zeitgenosse.
Und dann ist es schließlich soweit: Terence Hill kommt aus einem Nebengebäude und geht direkt auf uns zu. Er begrüßt uns und den Rest der Gruppe und freut sich darüber, dass ein ganzer Bus voller Fans gekommen ist, um ihn zu besuchen. Wir machen auf dem Domplatz ein Gruppenfoto und anschließend lädt Terence uns alle in das direkt am Domplatz gelegene Lokal "Tric Trac" ein, um etwas mit ihm zu trinken. Hier sind wir nun ganz unter uns und wir berichten ihm von der Reise, darüber was wir schon gesehen haben und was noch auf unserem Plan steht. Terence ist wie immer sehr interessiert und freundlich. Gäbe es ihn nicht, dann müsste man einen so sympathischen Menschen wohl erst noch erfinden. Schließlich wird er an das Set gerufen. Jessica überreicht ihm schnell noch ein Geschenk und einen nachträglichen Geburtstagsgruß, dann muss Terence los. Er verspricht aber nach dem Dreh noch einmal zu uns zu kommen.
So verbringen wir den frühen Nachmittag überglücklich im "Tric Trac" und davor und beobachten die Dreharbeiten auf dem Domplatz. Diese ziehen sich recht lange hin, auch weil leichter Nieselregen eine kurze Unterbrechung erfordert. Gegen 16:30 Uhr sind die Dreharbeiten dann aber beendet und das Drehteam beginnt mit dem Abbau. Terence ist zurück in seiner Garderobe und wir warten auf die Dinge, die da kommen werden.
Vor dem Ausgang der Garderobe haben sich noch etliche weitere Fans versammelt. Es ist kurz nach 17 Uhr als Terence Hill die Garderobe verlässt. Er macht nun zuerst mit den anderen Fans Fotos, erfüllt auch Autogrammwünsche und macht dann sein Versprechen wahr und kommt noch einmal zu uns. Er bedankt sich nochmals bei Jessica für das Geschenk, das er sich mittlerweile angesehen hat. Wir sprechen noch ein paar Minuten mit ihm und dann hat auch jeder aus der Gruppe noch einmal die Gelegenheit für ein Foto mit Terence, der dabei auch immer für den einen oder anderen Scherz zu haben ist. Gute zwanzig Minuten später verabschiedet sich Terence Hill in seinen wohlverdienten Feierabend und wünscht uns noch viel Spaß auf der Reise.
Wir führen die glückliche Reisegruppe im Anschluss vom Domplatz weg in Richtung Festung, wo wir den großartigen Ausblick auf die Stadt Spoleto und den Ponte del Torri genießen. Anschließend machen wir uns auf den Rückweg zum Bus. Auch in Spoleto sind wir wieder in zwei verschiedenen Unterkünften untergebracht, so dass sich der Eincheckvorgang etwas hinzieht. Nach dem Einchecken steht das Abendessen auf dem Programm. Dieses ist für heute Abend nicht vorausgeplant, so dass wir spontan ein Restaurant finden müssen - vorzugsweise eine Pizzeria, denn die Gruppe hat Lust auf Pizza. Matteo fragt daher eine Passantin um Rat, die auch eine Pizzeria empfiehlt, welche nach telefonischer Klärung auch noch ausreichend Platz für unsere Gruppe hat. Die Sache hat allerdings einen kleinen Schönheitsfehler, den Google Maps auf den ersten Blick nicht anzeigt. Zum Restaurant geht es einen Kilometer fast nur bergauf. Aber es nützt ja nichts.
Wir machen uns an den Aufstieg und stehen gute 20 Minuten später schließlich vor der Pizzeria "Tre Fontane". Hier haben wir einen ganzen Saal für uns allein und es gibt Pizza satt. Matteo hat ausgehandelt, dass man für die ganze Gruppe verschiedene Pizzen in Stücken geschnitten serviert, so dass jeder verschiedene Pizzen probieren kann. Mit dabei ist auch die Pizza "Bud Spencer", belegt mit Tomate, Bohnen und Zwiebeln. Dazu gibt es Bier in lustigen Glaskaraffen zum Selbsteinschenken. Die Stimmung im Lokal ist gut und das Essen ist lecker.
Nach gestilltem Hunger geht es nun zurück ins Hotel, dieses Mal immer nur abwärts. Bevor wir zusammen mit Enrico den Abend noch bei einem Bierchen ausklingen lassen, verabschieden wir uns noch von der restlichen Reisegruppe, die geschlossen noch zu ihrem Hotel weiter muss. Um kurz nach 1 Uhr endet schließlich auch dieser Reisetag für uns. Es geht ins Bett.

Mittwoch, 16. Oktober

Der heutige Tag beginnt für uns eine Stunde später als gewohnt. Die Abfahrt ist erst für 9 Uhr geplant. Ein Frühstück gibt es in unserem Hotel nicht und wir verzichten auch darauf uns draußen etwas zu suchen. Der Bus ist pünktlich startklar und nach einem kurzen Stopp an einem Fotostudio geht unsere Reise weiter. Matteo hat dort das am Vortag aufgenommene Gruppenbild mit Terence Hill ausdrucken lassen und wir wollen es nun in der Gelateria Girotti als Geschenk übergeben.
Die Eisdiele der Familie Hill befindet sich in der kleinen Stadt Amelia, nur gut 55 Kilometer von Spoleto entfernt. Die Fahrt verläuft problemlos, aber auch in Amelia erweist es sich als sehr schwierig einen Parkplatz für den Bus zu finden. So ist es schon fast 10:45 Uhr als wir vor der Eisdiele stehen. Gabriele erwartet uns bereits. Für einige von uns ist er ein bekanntes Gesicht, denn er war bereits im März in Templin anzutreffen, wo er auf der Fanbase-Party das Eis der Familie Girotti verkauft hat. Gabriele ist wahrlich ein sympathischer und lebensfroher Zeitgenosse und so entstehen in und vor der Eisdiele viele lustige Bilder mit seiner Beteiligung. Und das Eis schmeckt wirklich hervorragend! Leider kann man davon gar nicht so viel essen wie man möchte.
Gegen 12 Uhr setzt sich unser Bus schließlich wieder in Bewegung. Von Amelia bis nach Neapel – dem südlichsten Punkt unserer Reise – sind es noch einmal 300 Kilometer, die wir zurücklegen werden. Nach 188 Kilometern ist unsere Reise aber erst einmal vorbei. Auf dem Rastplatz Casilina stellen wir fest, dass hinten rechts ein Reifen platt ist. Ein Ersatzreifen ist natürlich vorhanden, aber der Radwechsel dauert dann doch eine ganze Weile. Dank der netten Mithilfe eines italienischen Busfahrers können wir die Reise mit einem Zeitverlust von einer Stunde schließlich fortsetzen. Der Rest der Fahrt verläuft problemlos.
Unser Hotel in Neapel liegt direkt am Hauptbahnhof und so haben wir nun wieder das Problem einen geeigneten Parkplatz zu finden. Der chaotische Verkehr in der Stadt macht die Aufgabe dabei nicht einfacher. Fündig werden wir schließlich in der "Garage San Cosmo", ungefähr 800 Meter vom Hotel entfernt. Der Weg mit dem ganzen Gepäck durch den Verkehr ist zwar nicht angenehm, aber dann doch recht zügig bewältigt. Durch die Eisdiele und die Panne auf dem Weg ist es nun allerdings schon 17:25 Uhr. Wir checken ein und starten fast direkt danach auch schon mit dem ersten Teil unserer Drehort-Tour.
Mit der Metro geht es vom Hauptbahnhof ins Zentrum. An der Haltestelle "Municipio" (dt.: Rathaus) steigen wir aus und starten unseren Spaziergang durch die Stadt. Angesichts der schon vorgerückten Stunde verkürzen wir den Rundgang spontan ein wenig und verzichten auf zwei Drehorte. So führt uns die Strecke nun zuerst zum Castel Nuovo, schließlich schon einmal vorbei an dem Königspalast, in dem die Bud-Spencer-Ausstellung aktuell gezeigt wird, bis hin zur Treppe, auf der Bud Spencer als Kommissar Plattfuß auf Gennarino trifft. Von dort geht es weiter durch die "Via Generale Orsini" - der Straße, in der Bud Spencer aufgewachsen ist - bis zum Hotel Excelsior und dem davor liegenden Brunnen "Fontana del Gigante". Beides sind ebenfalls Drehorte der Plattfuß-Filme.
Die nächste Station ist laut Plan schon das Restaurant "Zi Teresa". Hier haben wir für 20 Uhr einen Tisch bestellt. Durch die Verkürzung sind wir nun sogar etwas zu früh dran und gehen daher erst einmal am Restaurant vorbei auf die kleine vorgelagerte Halbinsel am Castel dell'Ovo. Dort ist es nicht nur ganz nett, es gibt hier auch noch zwei weitere Drehorte, die es zu besuchen gilt. Nachdem auch dies erledigt ist, ist es Zeit für das Abendessen. Das "Zi Teresa" haben wir uns für das Abendessen natürlich nicht zufällig ausgesucht, denn auch das Restaurant war damals Drehort. In diesem Lokal wurden Plattfuß und Frank Barella in "Plattfuß räumt auf" von ein paar Gangstern beim Spaghetti-Essen gestört, was natürlich direkt zu einer kleinen Keilerei führte. Diese Spaghetti wollen wir nun auch essen und sie entpuppen sich auch als sehr lecker. Überhaupt ist das Essen gut, was man sich hier allerdings auch ganz gut bezahlen lässt. Man merkt an den Preisen schon, dass man in einem Restaurant direkt am Meer sitzt.
Nach dem Essen treten wir den Rückweg an. Kurz hinter dem Königspalast - an der Galeria Umberto I. - trennt sich die Gruppe. Der eine Teil möchte den Weg bis zum Hotel zu Fuß erledigen, der andere Teil entschließt sich dafür wieder die Metro zu benutzen. Wir führen daraufhin die Gruppe "Metro" zur U-Bahn und erwischen an der Haltestelle Municipio um kurz vor 23 Uhr den letzten Zug, der hier heute überhaupt noch fährt und sind somit gegen 23:15 Uhr zurück im Hotel. In einem unserer Hotelzimmer sitzen wir noch kurz mit Swen, Jessica, Michael, Gerhard und Sabine zusammen und trinken ein Bierchen.
Um Mitternacht lockt uns ein Feuerwerk auf den Balkon unseres Hotelzimmers und wir entdecken dabei den zweiten Teil der Gruppe auf der Straße vor dem Hotel sitzen. Wir gesellen uns dazu und trinken bei dem sehr netten Wirt des Straßencafés noch das eine oder andere Bierchen. Viele Biere und eine Flasche Sambuca später schließt das Lokal schließlich um 2 Uhr, zwei Stunden später als es die Öffnungszeiten eigentlich vorsehen. Wir könnten jetzt schlafen gehen, entschließen uns stattdessen aber dazu auf dem Hotelzimmer noch eine Flasche Limoncello zu trinken. Um 4 Uhr geht es schließlich ins Bett.

Donnerstag, 17. Oktober

Am heutigen Donnerstag ist Ausschlafen angesagt. Die Gruppe trifft sich erst um 10 Uhr zum Frühstück bei einem nahe dem Hotel gelegenen Bäcker. Von dort geht es frisch gestärkt wieder in Richtung Metro, denn heute steht ja der Besuch im Museum auf dem Plan. Um 12 Uhr sind wir dort verabredet und so haben wir noch reichlich Zeit. Daher fahren wir heute in der sehr vollen Metro eine Station weiter als gestern und steigen an der Station "Toledo" aus. Von dort geht es durch eine Einkaufsstraße bis in die Straße "Vico Lungo del Gelso". Hier an einer Wand hat ein Künstler ein Porträt von Bud Spencer erstellt. Diese Zwischenstation ist gestern durch die Verkürzung der Strecke ausgefallen, heute aber ist Zeit genug dafür. Vor dem Porträt machen wir natürlich wieder reichlich Bilder, was sich wegen des Verkehrs in der Straße aber als herausfordernd darstellt. Wir sind mit dem Resultat am Ende aber dennoch zufrieden.
Von dem Kunstwerk ziehen wir schließlich weiter in Richtung Museum. Wir sind noch etwas früh dran und vertreiben uns die Wartezeit auf dem vor dem Museum liegenden Piazza del Plebiscito. Um 12 Uhr geht es schließlich hinein, wo wir wenige Augenblicke später von Cristiana und Diamante Pedersoli, den beiden Töchtern Bud Spencers, begrüßt werden. Gemeinsam besuchen wir nun die Ausstellung. Diese ist wirklich großartig in Szene gesetzt und es gibt sehr viele Exponate aus dem Leben Bud Spencers zu sehen. Die Palette umfasst dabei Fotos, Plakate, Zeitschriften, Drehbücher, Film- und Schwimmtrophäen, Originalrequisiten, Bücher, Soundtrack-LPs und CDs, Aufsteller und vieles mehr. Darüber hinaus zeigen verschiedene Projektionen Bud Spencer in seinen Filmen und bei TV-Auftritten. Man hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben ihn mit dieser Ausstellung wieder zum Leben zu erwecken. Im Innenhof des Königspalasts machen wir noch Fotos mit Cristiana und Diamante und verabschieden die beiden Schwestern schließlich auf dem Piazza del Plebiscito, um dann noch einmal in die Ausstellung zurück zu kehren. Wir tragen uns als Reisegruppe in das Gästebuch des Museums ein und versorgen uns anschließend an der Kasse noch mit dem Ausstellungskatalog.
Der Museumsbesuch liegt damit hinter uns und wir machen uns mit dem Bus nun auf in den Stadtteil Mergellina, wo ebenfalls viele Szenen aus den Plattfuß-Filmen gedreht wurden - u.a. auch die Verfolgungsjagd, bei der Plattfuß den Baron in seinem Lamborghini die Hügel hinauf verfolgt. Zunächst einmal müssen wir aber die richtige Bushaltestelle finden. Nachdem dies gelungen ist, muss die Linie 140 dann nur noch kommen. Mit ein paar Minuten Verspätung tut sie das auch. Es ist 14:23 Uhr und die Tortur nimmt ihren Lauf.
Der Bus ist schon gut gefüllt als wir mit unseren 16 Personen zusteigen. Die nächsten Stationen steigen dann immer mehr Menschen zu und die Stimmung im Bus wird angespannter. An der Haltestelle "Leone", zwei Stationen vor unserem Ziel, gelingt es dem Busfahrer mit sehr viel Mühe noch einmal die Türen zu schließen, an der folgenden Haltestelle "Mergellina-Funcolare" ist dies hingegen vollkommen unmöglich, denn nun möchte noch eine Schulklasse mit in den Bus. Wir schauen uns die Aussichtslosigkeit der Situation kurz an und entschließen uns dann spontan dazu den Bus an dieser Station schon zu verlassen, was uns nur mit der Strategie "Laut schreien und rücksichtslos drängeln" überhaupt gelingt.
Der Tortur des öffentlichen Nahverkehrs entkommen legen wir am Yachthafen, der ebenfalls Drehort ist, eine kleine Pause ein. Basti übernimmt an dieser Stelle netterweise noch einen kleinen Spezialauftrag und läuft zur Bushaltestelle, an der wir eigentlich aussteigen wollten, da sich dort ebenfalls eine Szene abgespielt hat.
Nach Bastis Rückkehr lassen wir uns von einer Seilbahn die Hügel Mergellinas hinauffahren, wobei Seilbahn hier bedeutet, dass ein Wagen durch Seile gezogen wird. Es ist keine schwebende Seilbahn, wie man sie aus den Bergen kennt. Oben angekommen machen wir uns zu Fuß über geschwungene Straßen wieder auf den Weg nach unten. Unsere vorbereitete Route führt uns an vielen Drehorten vorbei, vor allem aber ist die Aussicht auf die Stadt und die gesamte Bucht von Neapel von hier oben einfach atemberaubend.
Wieder unten angekommen verzichten wir darauf mit dem Bus zurück zu fahren und nehmen stattdessen einen Zug vom Bahnhof Mergellina aus. Dieser fährt uns direkt zurück zum Hauptbahnhof. Gegen 17:45 Uhr sind wir wieder im Hotel und eine Stunde später auch schon wieder unterwegs. Wir starten um 18:45 Uhr in Richtung eines Restaurants, das Sarah und Matteo schon Dank eines vorherigen Besuchs in Neapel kennen. Der Weg erweist sich als recht weit, viel unangenehmer ist aber die Strecke an sich, denn die folgende halbe Stunde werden wir quasi in einer Tour angehupt und sind damit beschäftigt Rollern und Autofahrern auszuweichen. Der Verkehr in Neapel ist wirklich unbeschreiblich.
Direkt vor dem Restaurant ist es aber ruhiger. Dort befindet sich eine kleine Gasse, in der verschiedene Händler Souvenirs, Holzschnitzereien und vieles andere anbieten. Wir stöbern durch die Gasse und so ist es schon fast 19:30 Uhr als wir vor dem Restaurant stehen. Und wir stehen dort nicht allein, denn vor dem Lokal warten auch schon andere Leute auf freie Tische. Einen Tisch reserviert haben wir nicht, aber angeblich möchte man in 15 Minuten genügend freie Plätze für uns haben. So warten wir also vor dem Lokal auf die freien Tische und probieren uns in einem kleinen Laden gegenüber durch das Angebot einer Limoncello-Fabrikation.
Eine gefühlte Ewigkeit, in der Realität aber nur 45 Minuten, später gibt es schließlich eine Rückmeldung aus dem Lokal. Sie hätten jetzt 14 freie Plätze. Vier Personen aus der Gruppe machen sich daraufhin auf den Rückweg mit dem Ziel unterwegs noch etwas zu Essen. Die restlichen 13 Leute gehen schließlich ins Lokal, wo wir fortan an zwei fast auch räumlich getrennten Tischen sitzen. Das Essen selbst ist dann aber tatsächlich sehr gut, wird allerdings sehr gehetzt serviert. Da draußen noch immer Leute auf Einlass warten, ist man bestrebt die Gäste möglichst schnell wieder loszuwerden. So kann es dann auch schon mal passieren, dass der Tisch schon abgeräumt und mit neuen Leuten besetzt ist, wenn man von der Toilette wiederkommt.
Wir machen uns nach dem Essen auf den Weg zurück in Richtung Hotel. Um etwa 22:15 Uhr treffen wir dort die anderen vier Leute unserer Gruppe an dem Straßenlokal von gestern Abend wieder. Von nun an können wir unseren letzten Abend vor der Rückfahrt endlich in der ganzen Gruppe ausklingen lassen. So lange wie gestern wird es heute allerdings nicht, aber ein schöner Abschluss wird es dennoch. Durch die letzten Tage sind alle doch etwas müde und so verabschieden sich nach und nach immer mehr Leute ins Bett. Mit Michael und Kristin bilden wir die Nachhut. Gegen 0:30 Uhr ist Schlafenszeit.

Freitag, 18. Oktober

Unsere Zeit in Neapel geht zu Ende. Vor der Abfahrt soll es aber noch ein Frühstück geben. Mit dem Gepäck geht es dazu zum Hauptbahnhof, da einige Lust auf Burger King zum Frühstück haben. Leider öffnet dieser hier am Hauptbahnhof erst um 9 Uhr, deutlich zu spät für uns, denn es ist noch keine 8 Uhr. Aber es gibt einen Bäcker, der geöffnet hat. Hier versorgt man sich mit Frühstück und Getränken zum Mitnehmen - essen geht ja schließlich auch im Bus. Vier Leute passen derweil auf das Gepäck auf. An dieser Stelle die kleine geistige Notiz diese bei zukünftigen Reisen miteinzubeziehen, damit sie nächstes Mal nicht wieder ohne Frühstück im Bus sitzen.
Vom Bahnhof geht es zu Fuß zum Parkhaus. Der Bus steht noch immer bzw. wieder an seinem Platz, denn unser Fahrer Dirk hatte den gestrigen Tag dazu genutzt alle vier hinteren Reifen durch neue zu ersetzen. Um 8:20 Uhr sitzen alle im Bus und es geht wieder in Richtung Norden. Die Fahrt verläuft ohne Schwierigkeiten: Die Autobahnen sind frei, die Reifen halten und angehalten wird nur zu den vorgeschriebenen Pausen oder zum Tanken. So liegen wir am Abend so gut in der Zeit, dass Matteo den Vorschlag macht noch einen Zwischenstopp in Verona einzulegen.
Wir erreichen Verona gegen 17:30 Uhr und stehen eine gute halbe Stunde später vor der alten römischen Arena im Stadtzentrum. Von dort flanieren wir ein wenig durch die schöne Stadt bis zum berühmten Haus von Julia aus "Romeo und Julia". Hier trennt sich die Gruppe wieder mit der Vorgabe pünktlich um 20 Uhr wieder am Bus zu sein. Bis dahin haben nun alle noch etwas mehr als eine Stunde Zeit, um sich die Stadt weiter anzusehen und unterwegs etwas zu Essen. Matteo hingegen hat sich im Vorfeld mit Andrea Lucchi – dem Manager von Guido und Maurizio De Angelis – in der Nähe der Arena verabredet. Wir schließen uns gemeinsam mit Sarah, Florian, Anika und Axel an und folgen Matteo zum vereinbarten Treffpunkt.
Andrea ist gerade damit beschäftigt zwei Gitarristen beim Soundcheck zu helfen, als wir in der Kellerbar „Le cantine de l'Arena" eintreffen. Wir begrüßen ihn kurz und bestellen ein paar Antipasti, für mehr ist heute keine Zeit. Die Antipasti schmecken, die Atmosphäre in dem Keller ist sehr nett und die beiden Gitarristen machen beim Soundcheck auch keine schlechte Figur. Gegen 19:40 Uhr verabschieden wir uns wieder von Andrea und machen uns dann auf den Weg zurück zum Bus, wo sich die gesamte Gruppe kurz darauf versammelt. So können wir pünktlich um 20 Uhr unsere Fahrt fortsetzen.
Bis zu unserem Übernachtungsort St. Michael an der Etsch ist es nun nicht mehr weit. Es gibt noch eine kleine Verwirrung, weil die richtige Autobahnabfahrt gesperrt ist, aber das kostet uns nicht viel Zeit. Gegen 21:30 Uhr stehen wir vor unserem Hotel. Bei unserer Ankunft sehen wir gegenüber unseres Hotels eine noch geöffnete Pizzeria. Wir checken erst einmal ein und fragen dann noch einmal herum, ob noch jemand Lust auf ein abschließendes Getränk in der Pizzeria hat. Zu unserer Freude sind die meisten Leute noch dabei und so fallen wir um 22:15 Uhr noch mit 13 Leuten in der Pizzeria ein. Wir bestellen zum Bierchen auch direkt noch eine Pizza dazu, was sich als eine sehr gute Entscheidung herausstellt. Die Pizza ist nämlich sehr lecker. Und schließlich neigt sich auch dieser Tag dem Ende entgegen, denn pünktlich halb zwölf macht auch die Pizzeria ihre Schotten dicht und so ist es für uns an der Zeit schlafen zu gehen.

Samstag, 19. Oktober

Der letzte Morgen in Italien beginnt für uns alle um 7 Uhr mit einem letzten gemeinsamen Frühstück in unserem Hotel. Pünktlich um 8 Uhr sitzen wir dann wieder satt und mehr oder weniger ausgeschlafen im Bus. Bis kurz vor 12 Uhr verläuft die Fahrt ruhig und ohne Probleme: Einige Leute schlafen, manche unterhalten sich nett und wieder andere fotografieren massenhaft vorbeiziehende Berge.
Probleme gibt es weiterhin keine, allerdings hat die vorherrschende Ruhe erst einmal ein Ende. Denn nun wird die Musik auf Kuriositäten aus dem Spencer/Hill-Bereich umgestellt und es werden lautstark deutsche Versionen von "Bulldozer", "Flying through the Air" und "Mr. Nothinggoesright" mitgesungen - und das erste Bier des Tages gibt es auch schon. Wir nähern uns nämlich dem Münchner Hauptbahnhof und da gilt es zuvor mit den dort aussteigenden Mitfahrern noch einen zu trinken. Pünktlich um 12:30 Uhr erreichen wir auf diese Weise den Busbahnhof in München. Nun ist es Zeit Abschied zu nehmen von Michael, Jessica, Swen, Gerhard und Sabine. Es war sehr schön Euch dabei zu haben!
Von München aus geht es weiter nach Nürnberg, wo wir uns auch von Axel verabschieden. Da es hier keinen so ruhigen Parkplatz gibt, findet diese Verabschiedung auf die Schnelle statt. Für einen Strafzettel vom lieben Mann vom Ordnungsamt reichen die 90 Sekunden Standzeit aber trotzdem. Die deutsche Gründlichkeit hat uns wieder.
Wir fahren danach weiter Richtung Norden. Den nächsten Kurzstopp machen wir am Rasthof "Hermsdorfer Kreuz". Hier verabschieden wir uns nun auch von Florian und Anika, die hier von Anikas Bruder abgeholt werden. Auf der allerletzten Etappe bis Leipzig sind wir somit nur noch zu acht.
Das Ziel der Reise erreichen wir schließlich gegen 19:20 Uhr. Damit ist die erste Spencer/Hill-Fanbase-Reise offiziell beendet. Wir trinken auf dem Busparkplatz vor dem Hauptbahnhof noch das letzte italienische Bier mit Sarah und Enrico, während André seine Freundin Claudia zu uns holt. Anschließend verabschieden wir uns zuerst von unseren Fahrer Dirk und von Matteo, den Dirk netterweise noch bis nach Berlin mitnimmt. Schließlich verlässt uns auch Sarah.
Wir checken derweil kurz in unserem Hotel ein und kehren dann zum Hauptbahnhof zurück – dort warten Enrico, André und Claudia auf uns. Zu fünft geht es zu KFC im Bahnhof, wo wir eine Kleinigkeit essen. Hier stoßen wenig später zuerst Matze und kurz darauf auch wieder Basti und Kristin zu uns, die nur kurz ihr Gepäck nach Hause gebracht haben.
Nachdem alle gesättigt sind, verabschieden wir uns vor dem KFC von André und Claudia, die noch weiter nach Chemnitz müssen. Der Rest der Gruppe macht sich anschließend zu Fuß noch auf den Weg in Matzes Stammkneipe "Von Meck", wo wir noch einen lustigen Abend in sehr netter Runde erleben.
Enrico verlässt uns nach ein paar Stunden in Richtung Heimat. Gegen 1:30 Uhr macht sich schließlich auch der Rest auf den Heimweg. Kurz vor dem Bahnhof verabschieden wir uns zuerst von Basti und Kristin und wenig später auch von Matze. Gegen 2:30 Uhr sind dann auch wir zurück im Hotel. Es ist Zeit schlafen zu gehen.

Sonntag, 20. Oktober

Die letzte Nacht im Hotel ist gewohnt kurz. Heute wartet leider kein abfahrbereiter Bus mehr auf uns, sondern nur ein Zug, aber auch der muss erreicht werden. So stehen wir um 8 Uhr auf und machen uns dann gegen 8:45 Uhr auf den Weg zum Bahnhof. Hier besorgen wir uns noch ein paar belegte Brötchen und besteigen schließlich den Intercity nach Bremen. Der Rest der Fahrt ist schnell erzählt. Der Zug setzt sich pünktlich 9:12 Uhr in Bewegung und um 13:45 Uhr fährt er schließlich genauso pünktlich in den Bremer Hauptbahnhof ein. Mit der S-Bahn geht es schließlich nach Hause. Um 14:30 Uhr haben dann auch wir es geschafft. Wir sind zu Hause und die Reise ist damit auch für uns endgültig vorbei.

Schlusswort

"Es war fantastisch." - Auf diese drei Worte könnte man die Reise reduzieren, wobei man das Wort fantastisch auch durch jeden anderen Superlativ ersetzen könnte. Wir haben das erste Mal eine solche Reise geplant und hatten vorher durchaus auch Bedenken, ob der Plan nicht vielleicht ein wenig zu intensiv und ambitioniert sein könnte, aber mit dieser begeisterungsfähigen und entspannten Gruppe war er das keineswegs. Keinem war ein Weg zu weit, alle waren immer pünktlich zu den vereinbarten Zeiten startklar und es herrschte stets gute Laune, die man manchmal sogar als Euphorie bezeichnen könnte.
Es war zu jeder Zeit ein großes Vergnügen mit Euch unterwegs gewesen zu sein. Dafür ein herzliches "Dankeschön" an die ganze Truppe. Darüber hinaus dürfen einige weitere Danksagungen nicht fehlen: Zuerst einmal vielen Dank an Micha und Axel vom Spencer/Hill-Festival, die die Organisation der Reise übernommen haben. Sie haben die Hotels gebucht, den Bus organisiert und die Möglichkeit geschaffen die Reise überhaupt buchen zu können. Sie waren direkt von unserer Idee überzeugt und haben dann mit sehr großem Engagement alles dafür getan, dass wir am Ende tatsächlich starten konnten. Klasse!
Darüber hinaus natürlich auch einen großen Dank an Sarah und Matteo, die die gesamte Zeit über alles dafür getan haben, dass die Reise reibungslos abläuft. Sarah hat zudem viele tolle Bilder gemacht und Matteos Insider- und natürlich auch Sprachkenntnisse haben vieles während unserer Reise wesentlich vereinfacht!
Ein großer Dank gilt natürlich auch unserem Fahrer Dirk, der sich mit uns durch den gruseligsten Verkehr sowie die kleinsten Gassen gekämpft hat – dabei über viele Stunden hinweg Spencer/Hill-Musik ertrug – und dabei immer ruhig und freundlich geblieben ist. Ein wirklich feiner Kerl!
Und ein ganz besonders herzliches "Dankeschön" geht natürlich an Marcus Zölch, der uns das Treffen mit Terence Hill möglich machte und der Reise damit ein unvergessliches Highlight bescherte. Alle zusammen waren wir ein tolles Team! Es war uns eine große Freude ein Teil davon zu sein!

Text korrigiert und optimiert von Kristin - vielen Dank dafür!

Zurück zur Galerie